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Alno will Forster verkaufen und 60 Stellen streichen

16.03.2017 − 

Laut Schweizerischen Medienberichten steht AFP Küchen vor massiven Umstrukturierungen. Das Unternehmen war im Jahr 2012 aus dem Zusammenschluss von Forster Küchen in Arbon und Piatti Küchen in Dietlikon entstanden und 2014 von Alno übernommen worden. Nach Angaben der Gewerkschaft Unia wurden die Mitarbeiter von AFP Küchen gestern über die Entscheidungen des Verwaltungsrates informiert. So soll Forster Küchen verkauft und 60 Mitarbeitern, vor allem bei Piatti Küchen, gekündigt werden. AFP Küchen CEO Anton Zöchbauer hat die Pläne gegenüber der Nachrichtenagentur sda bestätigt. Der Verkaufsprozess von Forster Küchen sei bereits gestartet worden. Das Unternehmen schreibe seit Jahren Verluste. Die Stellen sollen in der Verwaltung, dem Verkauf und der Montage gestrichen werden; die Produktion sei von dem geplanten Abbau nicht betroffen. Mit der Trennung von Forster Küchen und der Konzentration auf die Marke Piatti sollen die Kosten deutlich gesenkt werden. Insgesamt beschäftigt AFP derzeit rund 300 Mitarbeiter, davon 75 bei Forster Küchen.

Das von Alno im Januar veröffentlichte Restrukturierungsprogramm sieht neben dem Abbau von 250 Arbeitsplätzen in Deutschland die Streichung von weiteren 100 Stellen im Ausland vor. Damit sollen die Personalkosten im In- und Ausland um jeweils 10 Mio € jährlich reduziert werden. Die notwendige Unterstützung zur Verabschiedung der Maßnahmen im Vorstand und Aufsichtsrat war durch den sukzessiven Einstieg der Beteiligungsgesellschaft Tahoe Investor gegeben, die mittlerweile 43,13 % der Alno-Stimmrechte hält.

Laut einer von Alno am 21. Februar veröffentlichten Ad hoc-Mitteilung haben unerwartet hohe Ergebnisrückgänge bei AFP Küchen und der Alno (Schweiz) AG im vierten Quartal 2016 sowie ungünstige Wechselkurseinflüsse dazu geführt, dass der Konzern im Geschäftsjahr 2016 voraussichtlich ein deutlich negatives EBITDA vor Restrukturierungen ausweisen muss. Inzwischen geht Alno von einem EBITDA-Verlust von -14 Mio € aus.

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