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80 % der Möbelhersteller haben Kurzarbeit eingeführt

18.05.2020 − 

Die vorübergehende Einstellung des stationären Möbelhandels hat im April wie erwartet zu relativ weitreichenden Auswirkungen auf die deutsche Möbelindustrie geführt. Laut einer gemeinsamen Umfrage des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM) und der Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen (VHK Herford) ist der Auftragseingang bei über 80 % der befragten Unternehmen um mehr als 20 % zurückgegangen. In der Folge mussten die Produktionskapazitäten deutlich reduziert werden. Bei über einem Drittel der Unternehmen ist die Kapazitätsauslastung im April unter 50 % gefallen. Bei rund 25 % lag sie zwischen 50 % und 75 %. Knapp 40 % der Unternehmen konnten die Auslastung auch im April über 75 % halten. Für die Produktionsanpassungen haben knapp 80 % der Unternehmen im April Kurzarbeit eingeführt.

Fast drei Viertel der Unternehmen haben die Produktionsanpassungen mit dem zu geringen Aufragseingang begründet. Die in unterschiedlich starkem Umfang eingeschränkte Anlieferung beim Handel spielt bei knapp der Hälfte eine Rolle. Eine Unterbrechung der Lieferkette bei Vorprodukten nannten gut 20 % der Unternehmen als Grund. Mit jeweils knapp unter 10 % der Nennungen waren zu geringe Lagerkapazitäten, Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter und Krankheitsfälle eher von untergeordneter Bedeutung.

Über das Gesamtjahr rechnen jeweils rund 40 % der befragten Unternehmen mit Umsatzrückgängen von 10-20 % bzw. über 20 %. Knapp 13 % gehen bislang von Einbußen unter 10 % aus. Einen Umsatz auf Vorjahresniveau halten noch gut 4 % der Unternehmen für möglich.

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