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Corona-Krise bremst auch deutsche Möbelausfuhren

03.12.2020 − 

Die Corona-Pandemie hat sich in den ersten neun Monaten in verschiedenen Ländern negativ auf die Exportaktivitäten der deutschen Möbelhersteller ausgewirkt. Laut VDM-Geschäftsführer Jan Kurth hat sich neben den Lockdown-Maßnahmen im Möbelhandel auch eine insgesamt gedämpfte Kauflaune der Verbraucher im Ausland bemerkbar gemacht. Zweistellige Einbußen gegenüber dem Vorjahr mussten unter anderem bei den Ausfuhren nach Großbritannien (-14,4 % auf 300,5 Mio €), in die USA (-16,5 % auf 169,2 Mio €), Spanien (-12,9 % auf 150,5 Mio €) und Polen (-14,7 % auf 140,6 Mio €) ausgewiesen werden. Die Lieferungen in das wichtigste Abnehmerland Frankreich haben um 7,6 % auf 789,6 Mio € abgenommen; die Exporte nach Österreich sind mit 7,3 % auf 639,7 Mio € in ähnlichem Umfang gesunken. Die Ausfuhren in die Schweiz (+4,3 % auf 782,4 Mio €) und nach China (+7,7 % auf 119,7 Mio €) haben hingegen zugelegt. Die deutschen Möbelexporte insgesamt sind um 7,3 % auf 5,223 Mrd € zurückgegangen.

Bei Betrachtung der einzelnen Segmente ist das Exportminus bei Küchenmöbeln mit 2,2 % auf 1,522 Mrd € am geringsten ausgefallen. Die Polstermöbelindustrie sowie die in einem Segment zusammengefassten Hersteller von Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbeln haben den Vorjahreswert dagegen um jeweils knapp 7 % auf 489,4 Mio € bzw. 695,7 Mio € verfehlt.

Die deutschen Möbeleinfuhren sind in den ersten neun Monaten mit 6,074 Mrd € nahezu auf dem Vorjahresniveau stabil geblieben.

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