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Deutsche Möbelausfuhren haben um 2,1 % zugenommen

02.03.2020 − 

Die deutschen Möbelexporte sind 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 % auf 11,281 Mrd € gestiegen. Damit wurde ein ähnlich hohes Wachstum wie 2018 erreicht, als die Ausfuhren um 2,2 % zugelegt hatten. Im vergangenen Jahr konnten laut den vom VDM aufbereiteten vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes die Lieferungen in die beiden wichtigsten Zielmärkte Frankreich (+7,2 % auf 1,634 Mrd €) und Schweiz (+7,3 % auf 1,172 Mrd €) jeweils deutlich ausgeweitet werden. Stark zugenommen haben auch die Ausfuhren nach Belgien (+13,1 % auf 629,8 Mio €), auf Platz sechs der Statistik. Die Exporte nach Großbritannien sind dagegen weiter um 2,8 % auf 692,5 Mio € gesunken. Außerhalb Europas konnten vor allem in den USA (+13,4 % auf 581,9 Mio €) und Russland (+17,7 % auf 170,2 Mio €) zweistellige Steigerungsraten erzielt werden. Dagegen haben die Lieferungen in den zuvor stark wachsenden chinesischen Markt um 16,5 % auf 281,2 Mio € abgenommen. VDM-Geschäftsführer Jan Kurth führt den Rückgang in erster Linie auf den Handelsstreit zwischen China und den USA zurück, der sich auch auf den Außenhandel anderer Länder auswirkt. In den USA sieht Kurth dennoch viel Potenzial für künftige Geschäfte; für den Möbelaußenhandel mit China rechnet er dagegen zumindest im ersten Quartal 2020 aufgrund des Coronavirus mit einer eingeschränkten Nachfrage nach deutschen Möbeln.

Deutschlands Möbeleinfuhren haben sich im vergangenen Jahr mit einem Gesamtwert von 12,966 Mrd € (+0,8 %) leicht erhöht. Das Außenhandelsdefizit hat sich durch die positive Entwicklung im Export um 7,2 % auf 1,685 Mrd € verringert. Während die deutschen Möbelimporte aus dem Hauptbezugsland Polen um 1,8 % auf 3,481 Mrd moderat gestiegen sind, haben die Bezüge aus China, auf Platz zwei der Statistik um 12,9 % auf 2,152 Mrd € stärker zugelegt. Rückgänge gab es unter anderem bei den Einfuhren aus Tschechien (-12,0 % auf 1,481 Mrd €), dem drittwichtigsten Bezugsland, sowie aus Italien (-3,2 % auf 807,2 Mio €) und Ungarn (-4,1 % auf 450,9 Mio €).

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