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Frankreich: Möbelhandelsumsatz ist um 2,7 % gesunken

13.02.2019 − 

Der Umsatz im französischen Möbeleinzelhandel ist 2018 gegenüber Vorjahr um 2,7 % auf 9,50 Mrd € gesunken. Nach Angaben des französischen Marktforschungsinstituts Ipea hat der Möbeleinzelhandelsumsatz damit erstmals seit drei Anstiegen in Folge wieder nachgegeben. 2017 hatte der Umsatz um 2,0 % zugelegt; 2015 und 2016 waren die Steigerungsraten mit 2,4 % bzw. 2,3 % noch etwas höher ausgefallen. Der seit Erhebung der Daten im Jahr 1988 im französischen Möbeleinzelhandel höchste Umsatzwert war 2011 mit 9,84 Mrd € erzielt worden. Danach war der Umsatz allerdings drei Jahre in Folge jeweils zwischen 1,5-3 % gesunken und hatte 2014 mit 9,12 Mrd € schließlich den niedrigsten Stand seit 2006 erreicht.

In Bezug auf die einzelnen Warengruppen konnte im vergangenen Jahr lediglich bei Küchenmöbeln ein Zuwachs von 1,1 % auf 2,6 Mrd € erzielt werden. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren 2017 (+4,0 %) und 2016 (+3,7 %) haben sich die Wachstumsraten aber auch hier abgeschwächt. Bei Bettwaren/Matratzen ist der Umsatz 2018 mit 1,34 Mrd € gegenüber Vorjahr stabil geblieben. Die restlichen Warengruppen haben das Vorjahresniveau hingegen allesamt verfehlt. Am höchsten ist das Minus dabei mit 5,2 % auf 2,90 Mrd € im umsatzstärksten Segment Wohnmöbel ausgefallen. Damit ist der Umsatz hier 2018 erstmals unter die Marke von 3 Mrd € gerutscht. Mit Polstermöbeln wurden im vergangenen Jahr noch 2,30 Mrd € erwirtschaftet. Das entspricht einem Rückgang von 4,7 %. Der Gartenmöbelumsatz hat um 4,1 % auf 0,13 Mrd € abgenommen. Der Umsatz mit Badmöbeln ist um 3,9 % auf 0,23 Mrd € gesunken. Nach Angaben von Ipea ist dieses Segment neben Küchen die Warengruppe, die am stärksten an die Bautätigkeit im Wohnungsbausektor gekoppelt ist. Daher führt das Marktforschungsinstitut den Rückgang hier mitunter auf die 2018 um 7 % auf unter 400.000 Einheiten gesunkenen Wohnungsneubauten in Frankreich zurück.

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