|  

Möbelaußenhandel hat sich nahezu konstant entwickelt

09.03.2018 − 

Die Außenhandelszahlen der deutschen Möbelindustrie sind im Gesamtjahr 2017 weitgehend auf dem Vorjahresniveau stabil geblieben. Laut der vom VDM auf Basis von vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes erstellten Außenhandelsstatistik haben die deutschen Möbelausfuhren marginal um 0,14 % auf 10,567 Mrd € zugelegt; die Importe haben leicht um -0,27 % auf 12,564 Mrd € abgenommen. Das Außenhandelsdefizit hat sich damit um 2,4% auf 1,997 Mrd € reduziert.

Unter den vier wichtigsten Abnehmerländern haben sich lediglich die Exporte in die Niederlande (+0,8 %) erhöht. Die Ausfuhren nach Frankreich (-1,4 %), in die Schweiz (-2,6 %) und Österreich haben hingegen nachgegeben. Auf die vier Länder entfällt ein Anteil von 54,5 % an den Gesamtexporten. Demgegenüber konnten die Ausfuhren in die USA (+14,0 %) sowie nach Polen (+12,1 %) und China (+19,0 %) deutlich gesteigert werden.

Bei den Möbeleinfuhren haben die Lieferungen aus den drei wichtigsten Einfuhrländern Polen (+1,6 %), China (+4,1 %) und Tschechien (+8,5 %), auf die mehr als die Hälfte der Gesamteinfuhren entfällt, jeweils zugenommen. Die Importe aus den nachfolgend platzierten Ländern Italien (-4,1 %), Ungarn (-3,5 %) und Rumänien (-3,6 %) sind gesunken.

In Bezug auf die einzelnen Segmente hat sich der Exportüberschuss bei Küchenmöbeln weiter erhöht. So stand einem Anstieg der deutschen Küchenmöbelausfuhren um 1,76 % auf 1,934 Mrd € ein Rückgang der Einfuhren um 3,18 % auf 102,9 Mio € gegenüber. Das höchste Außenhandelsdefizit musste auch im vergangenen Jahre für den Bereich Polstermöbel ausgewiesen werden. So haben sich die Polstermöbeleinfuhren um 1,22 % auf 2,035 Mrd € erhöht. Die Ausfuhren sind dagegen leicht um 0,12 % auf 713,6 Mio € zurückgegangen. Im Segment Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel haben sowohl die Importe (-1,16 % auf 1,601 Mrd €) als auch die Exporte (-3,1 % auf 893,0 Mio €) abgenommen.

Dr. Lucas Heumann, Hauptgeschäftsführer der Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen, sieht künftige Wachstumschancen für die deutsche Möbelindustrie vor allem im Ausbau der Exportaktivitäten. Laut interner Analysen erwarten die Fachverbände der Möbelindustrie für den Inlandsmarkt in den nächsten Jahren nur ein geringfügiges Wachstum.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Ausgaben für Möbelwerbung haben um 48 % zugenommen

Französischer Möbelhandel hat im Januar wieder zugelegt  − vor