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Möbelhandel schließt 2018 mit Umsatzminus von 2 % ab

10.01.2019 − 

Der deutsche Möbel-, Küchen- und Einrichtungshandel hat im Gesamtjahr 2018 einen Umsatzrückgang von 2 % auf 32,9 Mrd € brutto verzeichnet. Zu diesem Ergebnis ist der BVDM anhand von Hochrechnungen auf Basis der ersten zehn Monate gekommen. 2017 lag der Möbelhandelsumsatz insgesamt mit 33,6 Mrd € noch um 0,5 % über dem Vorjahresniveau. Für 2019 rechnet der Verband wieder mit einer belebteren Nachfrage. Eine konkrete Umsatzprognose hat der BVDM allerdings nicht abgegeben.

Küchenmöbel waren im vergangenen Jahr erneut die stärkste Warengruppe. Auf das Segment entfielen 26 % des Gesamtumsatzes. Im Vergleich zu 2017 hat sich der Anteil der Küchenmöbel damit um einen Prozentpunkt erhöht. Dahinter folgten Polstermöbel mit einem Umsatzanteil von unverändert 22 %. Auf einen Anteil von 13 % kamen die Schlafzimmermöbel, wobei Boxspringbetten weiterhin stärker nachgefragt wurden als sonstige Schlafmöbel. Auf Wohnzimmermöbel entfiel weiterhin ein Umsatzanteil von 11 %. Die übrigen Warengruppen kamen auf einen Anteil von 28 %.

Insgesamt ist die Branche nach Angaben des BVDM mit der Geschäftsentwicklung 2018 nicht zufrieden. Zum einen habe der langanhaltende heiße Sommer zu einer spürbar geringeren Nachfrage geführt, zum anderen hätten sich die Mieten und Nebenkosten der Verbraucher deutlich erhöht und damit Neuanschaffungen von Möbeln in den Hintergrund rücken lassen. Der Verband räumt allerdings auch ein, dass sich Werbung mit Rabatten, gesparter Mehrwertsteuer und Prämien im Möbelhandel abnutzt. Eine Vermarktung nur über den Preis würde bei den Konsumenten den Eindruck erwecken, dass sich viele große Möbelhäuser kaum voneinander unterscheiden würden.

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