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Möbelindustrie bewertet Lage und Erwartungen negativ

04.08.2017 − 

Die deutsche Möbelindustrie hat im Juli sowohl die Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate schlechter bewertet als noch im Vormonat. Nach Angaben der vom VDM wiedergegebenen Konjunkturumfrage des Münchener ifo Instituts hat der Index für die aktuelle Lage im Juli um sieben auf 15 Punkte nachgegeben. Das war der dritte Rückgang in Folge. Bereits im Mai war der Wert um 13 Punkte gesunken; im Juni hatte sich das Minus auf acht Punkte belaufen. Der Index für die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate hat im Juli um sechs auf 9 Punkte abgenommen. Im Vormonat war der Wert noch um elf auf 15 Punkte gestiegen und hatte damit den höchsten Stand seit elf Monaten erreicht.

Auch der Index für das Geschäftsklima der Möbelindustrie insgesamt ist im Juli im Vergleich zum Vormonat um sieben auf 8 Punkte gesunken. Dabei hat der Wert bei Wohnmöbeln erneut deutlich nachgegeben und ist mit -13 Punkten in den negativen Bereich gerutscht. Für Juni waren noch 0 Punkte ausgewiesen worden. Bei Küchen- und Polstermöbeln konnten hingegen Zuwächse um vier auf 48 Punkte bzw. um sechs auf 10 Punkte erreicht werden.

Die quartalsweise vom ifo Institut gemessene Kapazitätsauslastung der deutschen Möbelindustrie liegt mit 85,2 % im dritten Quartal sowohl unter dem im Vorquartal (90,8 %) als auch unter dem im Vorjahresquartal (87,4 %) erreichten Wert. Die höchste Kapazitätsauslastung verzeichnen derzeit die Büro- und Küchenmöbelhersteller mit 94,9 % bzw. 94,0 %. Deutlich niedriger ist dagegen die aktuelle Auslastung der Schlafzimmerhersteller (82,4 %) und der Hersteller von Ladeneinrichtungen (83,6 %).

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