|  

Niederlande: Möbelhandel hat Umsatzerwartung verfehlt

26.02.2019 − 

Der Umsatz im niederländischen Einrichtungshandel hat 2018 (+0,2 %) in etwa auf dem Vorjahresniveau stagniert. Damit wurde die von der Branchenvereinigung Inretail Mitte 2018 bekannt gegebene Prognose von +4 % verfehlt. 2017 hatte die Branche noch eine Umsatzsteigerung von 8,6 % erreicht. Inretail begründet die vergleichsweise schwache Entwicklung im vergangenen Jahr mit dem knapper werdenden Wohnungs- und Immobilienangebot sowie den damit im Zusammenhang stehenden hohen Preisen. Daher sei das Budget der Niederländer für Inneneinrichtung begrenzt. Hinzu kam das lang anhaltende heiße Sommerwetter, das zu einer niedrigen Kundenfrequenz im Einrichtungshandel geführt hatte. Auch das Verbrauchervertrauen und die Anschaffungsneigung hätten sich laut Inretail rückläufig entwickelt.

Im aktuellen Berichtszeitraum stand den Zuwächsen von 3,4 % im ersten und 1,4 % im zweiten Quartal ein Rückgang von 6,2 % im dritten Quartal gegenüber. Hier lag allerdings mit einem Plus von 13 % ein hohes Vorjahresniveau zugrunde. Im vierten Quartal (-0,2 %) hat der Möbelhandelsumsatz dann nahezu stagniert.

Im Gesamtjahr konnten lediglich die Küchenspezialisten ihren Umsatz um 2,8 % steigern. Die Anbieter von Heimtextilien haben einen zum Vorjahr stabilen Umsatz erzielt. Alle anderen Segmente mussten Umsatzeinbußen hinnehmen. Am höchsten ist der Rückgang mit 4,0 % bei den Schlaffachgeschäften ausgefallen. Der Umsatz der Möbelspezialisten ist um 1,9 % hinter dem Vorjahresniveau zurückgeblieben und die Anbieter verschiedener Einrichtungssortimente haben ein Minus von 1,1 % verzeichnet.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Politik sichert Unterstützung gegen Logistikengpass zu

GfK prognostiziert für März stabilen Konsumklimaindex  − vor