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Spanien: Razzia bei 119 Möbelunternehmen durchgeführt

19.03.2019 − 

Die spanische Steuerbehörde Agencia Tributaria hat am 14. März Untersuchungen in den Fabriken bzw. Geschäftsräumen von 119 Unternehmen der Möbelbranche sowie in den Räumen von 38 Geschäftsführern und -partnern in ganz Spanien durchgeführt. Sichergestellt wurden Buchführungs- und ergänzende Daten sowie mittels Computersoftware verarbeitete Informationen. Vorausgegangene Ermittlungen der Behörde hatten ergeben, dass Lagerbestände in den Geschäftsbüchern der betroffenen Unternehmen manipuliert wurden, mit dem Ziel Verkäufe und daraus erzielte Gewinne zu verschleiern. Mehr als 520 Steuerbeamte, Vertreter der nationalen IT-Prüfstelle, des Amtes für Betrugsbekämpfung und der Zollaufsicht sowie Polizisten waren bei der sogenannten „Operation Iroko“ im Einsatz. Die Untersuchungen betrafen sowohl Möbelhersteller als auch Groß- und Einzelhändler von Möbeln. Die meisten Durchsuchungen gab es in Andalusien (34), Katalonien (20) und Valencia (16).

Zuvor hatte die Steuerbehörde die Steuererklärungen der Unternehmen analysiert und Hinweise darauf gefunden, dass Umsätze nicht gemeldet und Lagerbestände manipuliert wurden. Außerdem gab es Indizien, die auf die Nutzung von Software zur Manipulation der Lagerbestände und der tatsächlichen Umsätze hinwiesen. Einen Zeitraum, in denen die Manipulationen stattgefunden haben sollen, hat die Steuerbehörde nicht genannt.

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