|  

Über die Hälfte der Möbelhersteller mit Einschränkungen

14.04.2020 − 

Laut einer Umfrage der Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen (VHK Herford) hat die Corona-Krise inzwischen bei 55 % der Möbelhersteller zu Produktionseinschränkungen geführt. Knapp 16 % der insgesamt befragten 94 Unternehmen mussten die Produktion komplett einstellen. Bei weiteren 40 % kommt es zu spürbaren Produktionskürzungen. Die verbleibenden 45 % berichten von einem relativ normalen Produktionsverlauf. Dabei gibt es allerdings relativ große Unterschiede zwischen den einzelnen Teilbereichen der Möbelindustrie. Die VHK Herford geht davon aus, dass sich die Situation im weiteren Verlauf des Aprils noch deutlich verschlechtert. Nach Einschätzung des Verbandes haben bereits rund 85 % der Möbelhersteller Kurzarbeit beantragt.

An der Umfrage heben sich insgesamt 94 Unternehmen beteiligt. Davon kamen 34,0 % aus der Wohnmöbelindustrie, 29,8 % aus der Küchenmöbelindustrie und 21,3 % aus der Polstermöbelindustrie. Büromöbelhersteller (5,3 %), Badmöbelhersteller (4,3 %) und Zulieferer (5,3 %) waren in geringerem Umfang beteiligt. Neben der aktuellen Situation der Möbelproduktion wurden in der Umfrage auch die Gründe der Produktionseinschränkungen abgefragt; dabei waren Mehrfachnennungen möglich. Probleme ergeben sich demnach vor allem aus Problemen bei der Auslieferung (66 %), fehlenden Aufträgen (58 %) und einer Störung der Lieferketten (44 %).

Dabei ist vor allem die Zulieferung aus Italien gestört (88 %). Größere Einschränkungen gibt es auch bei den Lieferungen aus Asien (31 %) und Osteuropa (19 %). Für die ebenfalls gestörten Lieferungen aus Frankreich, Österreich und Spanien wurden keine Prozentwerte angegeben. Die Auftragseingänge sind bei zwei Dritteln der Unternehmen zurückgegangen. Im Gegenzug berichtete ein Drittel der Unternehmen über einen Auftragsanstieg beim Online-Handel. Bei 12 % der Unternehmen hat das Onlinegeschäft stark angezogen.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Großflächige Möbelhäuser bleiben weiter geschlossen

Frankreich: Möbelhandel erzielt knappes Umsatzplus  − vor