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VDM geht für 2020 von rund 1 % Umsatzsteigerung aus

08.01.2020 − 

Der VDM geht für 2020 von einer Umsatzsteigerung in der deutschen Möbelindustrie um rund 1 % aus. Das hat VDM-Geschäftsführer Jan Kurth anlässlich der am 13. Januar beginnenden Möbel- und Einrichtungsmesse „IMM Cologne" in Köln bekannt gegeben. Damit würde sich die deutsche Möbelindustrie etwas besser entwickeln als im Jahr 2019, für das der Verband anhand der für die ersten zehn Monate vorliegenden Zahlen des Statistischen Bundesamtes inzwischen mit einem leichten Umsatzminus von 0,5 % auf rund 18 Mrd € rechnet. Im August war der VDM noch von einem Rückgang von 1,5-2 % ausgegangen.

Nach Einschätzung von Kurth muss im Inland auf das Thema „Made in Germany“ sowie Qualitätsaspekte und das Serviceangebot deutscher Hersteller verstärkt aufmerksam gemacht werden. Auch die bei den Endverbrauchern an Bedeutung gewinnenden Aspekte der Nachhaltigkeit, Klimaverträglichkeit und Regionalität müssten stärker für die Vermarktung genutzt werden, um die Erfolgschancen auf dem inländischen Einrichtungsmarkt zu erhöhen. Laut einer kurz vor Weihnachten beim Marktforschungsinstitut TNS Kantar in Auftrag gegebenen Umfrage planen immerhin knapp ein Viertel aller Deutschen, das heißt knapp 19 Mio Menschen, im laufenden Jahr die Anschaffung neuer Möbel. Die ermittelte durchschnittliche Ausgabebereitschaft liegt bei 2.581 € pro Haushalt.

Von Januar bis Oktober 2019 hat der Gesamtumsatz der deutschen Möbelindustrie mit knapp 14,909 Mrd € um 0,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum nachgegeben. Während im Inland ein Minus von 0,7 % auf 10,017 Mrd € verzeichnet wurde, hat der Auslandsumsatz um 0,4 % auf 4,892 Mrd € zugelegt. Dabei konnte in der Eurozone ein deutlicheres Plus von 1,8 % erzielt werden. Die Exportquote lag bei 32,8 %.

Trotz eines robusten Arbeitsmarktes und steigender Einkommen konnte die zusätzliche Kaufkraft der Verbraucher nach Ansicht von Kurth nicht ausreichend in Möbelkäufe umgemünzt werden. Gründe sieht Kurth unter anderem in den Verschiebungen in der Möbel-handelsstruktur sowie dem anhaltenden Frequenzproblem in großflächigen Möbelhäusern. Ihre stark auf den Preis fixierten Vermarktungsstrategien außerhalb der Städte funktionierten demnach immer schlechter. Vielmehr seien heute Einrichtungskonzepte und Atmosphäre gefragt.

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