GfK: Verbraucherstimmung hat sich weiter verbessert

Das Marktforschungsinstitut GfK hält eine spürbare Erholung des Konsums in Deutschland in der zweiten Jahreshälfte für wahrscheinlich. Alle drei zur Bestimmung des Konsumklimaindex ermittelten Werte haben sich im Juni verbessert, was die GfK unter anderem auf sinkende Inzidenzen und weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen zurückführt. Die Konjunkturerwartung der deutschen Verbraucher hat im Juni um 17,3 auf 58,4 Punkte zugenommen. Das ist der höchste Wert seit rund zehn Jahren. Im Februar 2011 wurde mit 59 Punkten zuletzt ein noch höheres Niveau erreicht. Auch die Einkommenserwartung ist um 14,6 auf 34,1 Punkte und damit auf Vorkrisenniveau gestiegen. Im Februar 2020 waren 41,2 Punkte ermittelt worden. Die zunehmende Einkommenserwartung begründet die GfK mit der Rückkehr von Beschäftigten aus der Kurzarbeit, unter anderem in der Gastronomie, in der die sinkenden Inzidenzzahlen nun Öffnungen sowohl im Außen- als auch im Innenbereich ermöglichen. Die Anschaffungsneigung hat sich vor dem Hintergrund der gestiegenen Einkommenserwartung ebenfalls erhöht, wenn auch in geringerem Umfang. Der Indikator steigt um 3,4 auf 13,4 Punkte.

Der auf Basis der drei Indikatoren für Juli ermittelte Konsumklimaindex verbessert sich ausgehend von den für Juni revidierten -6,9 Punkten auf -0,3 Punkte, bleibt aber weiterhin leicht im negativen Bereich.

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