Konsumklima hat sich trotz steigender Inflation verbessert

Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich im Oktober uneinheitlich entwickelt. Während die Anschaffungsneigung laut der monatlichen Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK noch einmal um sechs Punkte auf 19,4 Punkte gestiegen ist, hat sich die Konjunkturerwartung nach einem Plus im Vormonat wieder leicht um 1,9 Punkte auf 46,6 Punkte verschlechtert. Damit liegt die Konjunkturerwartung aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Stärker ist der Rückgang dagegen bei der Einkommenserwartung ausgefallen, die gegenüber September um 14,1 Punkte auf 23,3 Punkte nachgegeben hat. Die GfK führt dies zum einen auf die zunehmenden Inflationssorgen der Konsumenten zurück. Zum anderen könnte es verstärkt zu Einkommenseinbußen durch Kurzarbeit kommen, da Unternehmen aufgrund unterbrochener Lieferketten die Produktion drosseln müssen.

Infolge der rückläufigen Sparneigung (-13 Punkte auf -45,2 Punkten) prognostiziert die GfK für November dennoch einen Anstieg des Konsumklimaindexes auf 0,9 Punkte. Ein besserer Wert war zuletzt für April 2020 mit 2,3 Punkten ermittelt worden. Gegenüber dem revidierten Oktober-Wert von 0,4 Punkten entspricht dies einer Verbesserung von 0,5 Punkten. Laut GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl erwarten die deutschen Verbraucher offenbar weitere Preissteigerungen und wollen Anschaffungen daher vorziehen.

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