Zweite Tarifeinigung in Baden-Württemberg

Nach dem am 18. Oktober für die Region Niedersachsen/Bremen erreichten ersten Abschluss haben sich Arbeitgeber und IG Metall in der Nacht vom 19. auf den 20. Oktober auch in Baden-Württemberg auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Die dabei vereinbarten Eckdaten sind weitgehend deckungsgleich zu den in Niedersachsen/Bremen getroffenen Regelungen, lediglich bei dem neu aufgelegten Demografie-Tarifvertrag gibt es kleinere Abweichungen. Die Löhne und Gehälter werden in den ersten sieben Monaten der neuen Tarifperiode auf dem bisherigen Niveau fortgeführt. Zum 1. April 2022 sollen sie um 2,7 % und ab dem 1. April 2023 um weitere 2,2 % steigen. Der neue Tarifvertrag läuft damit bis zum 30. November 2023. Zusätzlich zu den gestaffelten Lohn- und Gehaltsanhebungen wurde eine Corona-Sonderzahlung von 385 € netto vereinbart. Auszubildende erhalten 200 €; die Ausbildungsvergütungen sollen ebenfalls überproportional steigen.

Während die Zahlungen für den Demografie-Tarifvertrag in Niedersachsen/Bremen bis 2023 in zwei Schritten von bislang 300 € je Mitarbeiter und Jahr auf 600 € verdoppelt werden sollen, wurde in Baden-Württemberg bis 2024 eine ebenfalls gestaffelte Anhebung auf 700 € vereinbart. Davon sollen 600 € wie in Niedersachsen/Bremen für die Finanzierung von Altersteilzeitregelungen eingesetzt werden. In Baden-Württemberg werden zudem ab 2023 weitere 100 € angespart, mit denen Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb entlastet werden sollen. Die betroffenen Mitarbeiter können dabei zwischen einem finanziellen Ausgleich oder zusätzlicher Freizeit wählen. In beiden Regionen soll die Einzahlung in den Demografiefonds ab dem Jahr 2025 parallel zu jeder Tariferhöhung angehoben werden.

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