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Conforama will 2020 insgesamt 1.900 Stellen streichen

02.07.2019 − 

Die französische Möbelhandelskette Conforama will im nächsten Jahr insgesamt 1.900 von insgesamt rund 9.000 Arbeitsplätzen in Frankreich abbauen. Das sind etwa 20 % der in Frankreich angestellten Belegschaft. Wie aus gleichlautenden französischen Medienberichten hervorgeht, die sich auf verschiedene Gewerkschaften beziehen, sieht ein heute Morgen vor dem Zentralausschuss des Unternehmens vorgestellter Sozialplan außerdem die Schließung von 42 Filialen in ganz Frankreich vor, davon sind 32 Conforama-Standorte und zehn Märkte der Discountvertriebsschiene Maison Dépôt. Von den Filialschließungen wären 1.150 Mitarbeiter (1.050 bei Conorama und 100 bei Maison Dépôt) betroffen. Weitere 600 Stellen sollen in den 164 fortzuführenden Conforama-Filialen gestrichen werden, 124 in der Zentrale und 26 im After-Sales-Service. Laut den Berichten ist ein weiterer Termin für die Verhandlungen über den Sozialplan bereits für den 11. Juli angesetzt.

Conforama ist wie die Konzernmutter Steinhoff International Holdings finanziell angeschlagen. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Umsatz von 3,402 Mrd € erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein erneuter Rückgang von 2 %. Im Geschäftsjahr 2016/2017 war der Umsatz sogar noch deutlicher um 21 % gesunken. Die Ergebniskennzahlen des Unternehmens haben sich im Berichtszeitraum deutlich verschlechtert. Das EBITDA ist demnach um 78 % auf 32 Mio € eingebrochen. Das operative Ergebnis ist mit -24 Mio € in den negativen Bereich gerutscht. Mitte April hat Conforama eine Finanzierung in Höhe von nominal 316 Mio € abgeschlossen. Mit dem frischen Kapital sollte die von Steinhoff erhaltene Brückenfinanzierung von 50 Mio € zurückgezahlt und die finanzielle Stabilität der operativen Conforama-Gesellschaften sichergestellt werden.

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