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Dänisches Bettenlager erneut zu Strafzahlung verurteilt

21.08.2020 − 

Die Betten- und Einrichtungsfachmarktkette Dänisches Bettenlager ist erneut zu einer Strafzahlung in Höhe von 30.000 € wegen der falschen Etikettierung von Holzprodukten verurteilt worden. Hintergrund ist eine beim Landgericht Flensburg vom Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) eingereichte Klage, die auf Recherchen der Naturschutzorganisation WWF Deutschland basiert. Im aktuellen Fall handelt es sich um einen Tisch, der gemäß der Etikettierung des Dänischen Bettenlagers aus Eichenholz bestehen sollte, tatsächlich jedoch Esche enthielt. Das Gericht sah darin einen Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. Dänisches Bettenlager kann gegen das Urteil noch in Berufung gehen.

Der WWF hatte bereits in der Vergangenheit wiederholt Holzprodukte des Unternehmens untersucht und war dabei auf falsche Angaben bezüglich Herkunft und Art des verwendeten Holzes gestoßen. Seit 2014 wurde Dänisches Bettenlager bereits vier Mal wegen falsch deklarierter Holzarten zur Rechenschaft gezogen. Mit dem aktuellen Urteil summieren sich die Strafzahlungen laut WWF inzwischen auf 70.000 €.

Der WWF hat seine Rechercheergebnisse nach eigenen Angaben in der Vergangenheit wiederholt bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angezeigt. Die BLE ist für die Einhaltung der europäischen Holzhandelsverordnung (EUTR) in Deutschland zuständig. Dieser Verantwortung kommt die BLE nach Ansicht des WWF allerdings nur unzureichend nach, da Kontrollen und Sanktionen zu selten durchgeführt würden. Im Fall Dänisches Bettenlager habe die BLE bislang lediglich Verwarnungen ausgesprochen.

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