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Krieger stößt in Paderborn und Hamm auf Widerstand

17.05.2019 − 

Die Krieger-Gruppe ist in Paderborn und Hamm mit ihren Neubauplänen auf Widerstand gestoßen. In Paderborn, wo das übernommene Stammhaus der Finke-Unternehmensgruppe abgerissen und durch einen Neubau für die zu Krieger gehörende Vertriebsschiene Höffner ersetzt werden soll, plant Krieger gleichlautenden regionalen Medienberichten zufolge einen mehr als 50 m hohen Werbeturm. Damit ist die Gruppe bei Anwohnern und der Politik allerdings auf Kritik gestoßen, die den Werbemast als deutlich zu hoch empfinden. Am Standort soll ein Möbelhaus mit einer Verkaufsfläche von rund 39.600 m² und ein angeschlossenes 10.000 m² großes Lager entstehen. Das Investitionsvolumen wird mit 65 Mio € angegeben. Rund 350 neue Stellen sollen hier in Zukunft entstehen. Neben dem Werbeturm wurde zudem die mögliche steigende Verkehrsbelastung kritisiert, denn das Möbelhaus soll nicht, wie ursprünglich geplant, mit dem Eingang und dem Parkplatz zur Paderborner Straße, sondern zur Stadionallee auf der gegenüberliegenden Seite des Grundstückes ausgerichtet werden. Damit würden die Besucher des Möbelhauses auch hauptsächlich aus letztgenannter Richtung anreisen. Die dortigen Anwohner befürchten daher ein Verkehrschaos. Würde die Politik den Plänen der Krieger-Gruppe in derzeitiger Form zustimmen, könnte das Höffner-Einrichtungshaus Ende 2020 eröffnet werden.

In Hamm hat die Krieger-Gruppe laut den Berichten am 13. Mai ihre Pläne für die Errichtung eines Hochregallagers für insgesamt 50 Mio € zurückgezogen, nachdem dieses auf Kritik bei Anwohnern und der Politik gestoßen war. Zwischenzeitlich herrschte daraufhin Unsicherheit darüber, ob Krieger den Standort Hamm deshalb ganz aufgeben werde. Nun soll die Höffner-Filiale aber wie geplant entstehen. Dafür soll das dort bestehende Finke-Möbelhaus renoviert und zu Weihnachten 2019 als Möbel Höffner wiederöffnet werden. Das Investitionsvolumen beträgt hier 10 bis 15 Mio €.

Die Krieger-Gruppe hatte die Finke-Unternehmensgruppe mit Standorten in Paderborn, Hamm, Kassel und Münster im Oktober 2018 übernommen. Die Übernahme der ostdeutschen Standorte Elxleben/Erfurt und Jena erfolgte laut einem Bericht der "Thüringer Allgemeine" zum 1. Januar 2019.

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