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Schwaches Italien-Geschäft schmälert Westwing-Umsatz

15.03.2019 − 

Der Onlinemöbelhändler Westwing hat seinen Umsatz nach vorläufigen Angaben im Gesamtjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 16 % auf 254 Mio € ausgebaut. Dabei ist der Umsatz allerdings durch einen zweistelligen Rückgang von 15 % im italienischen Markt geschmälert worden. Ohne Italien hätte der Gesamtumsatz um 24 % zugelegt. Westwing begründet den Rückgang in diesem Markt mit Fehlern, die in der Vergangenheit bei der Positionierung des Onlineportals begangen wurden. Das Unternehmen hat daher Anfang 2018 in Italien ein nicht näher erläutertes Rebranding vorgenommen.

Insgesamt wurden im Geschäftsbereich International, der neben Italien noch Frankreich, Spanien, die Niederlande, Belgien, Polen, Tschechien und die Slowakei umfasst, 121 Mio € erwirtschaftet und damit 1 % weniger als im Vorjahr. Ohne Italien wurde in dem Geschäftsbereich ein Plus von 7 % erreicht. In der DACH-Region konnte Westwing mit einem Plus von 36 % auf 133 Mio € ein deutlich höheres Wachstum erzielen. Der durchschnittliche Bestellwert pro Kunde belief sich auf 121 €, ein Zuwachs von 7 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der aktiven Kunden hat sich um 11 % auf 934 erhöht, die Anzahl der Bestellungen um 8 % auf 2,4 Mio.

Die Ergebniskennzahlen haben sich zwar verbessert, lagen allerdings größtenteils weiter in der Verlustzone. So sind das bereinigte EBITDA mit 3 Mio € und die bereinigte EBITDA-Marge mit 1,2 % zwar wieder positiv ausgefallen, nachdem im Vorjahr -4 Mio € bzw. -1,8 % ausgewiesen worden war. Das EBIT und das Nettoergebnis lagen allerdings mit -20 Mio € bzw. -26 Mio € weiterhin im negativen Bereich. Im Vorjahr hatte Westwing ein EBIT von -24 Mio € und ein Nettoergebnis von -33 Mio € verzeichnet.

Für 2019 geht das Unternehmen von einem ähnlichen Wachstum beim Umsatz und der bereinigten EBITDA-Marge wie im Jahr 2018 aus.

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