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Steinhoff hat Nettoverlust von knapp 4 Mrd € verbucht

08.05.2019 − 

Die Steinhoff International Holdings weist in dem mit über einem Jahr Verspätung veröffentlichten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016/2017 einen Nettoverlust von 3,994 Mrd € aus. Für den zum Vorjahresvergleich herangezogenen 15-Monatszeitraum von Juli 2015 bis September 2016 war der Verlust mit 237 Mio € noch deutlich geringer ausgefallen. Steinhoff hatte sein Geschäftsjahr 2015/2016 umgestellt, das daraufhin im September statt wie zuvor im Juni endete. Auch die übrigen Ergebniskennzahlen sind im Geschäftsjahr 2016/2017 deutlich negativ ausgefallen. So lag das Konzern-EBITDA mit 3,257 Mrd € im Minus, nach einem positiven Wert von 633 Mio € im Vorjahr. Der hohe Verlust ist hier vor allem durch Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 3,995 Mrd € entstanden, denen ein in den einzelnen Geschäftsbereichen erwirtschaftetes EBITDA von insgesamt 738 Mio € (-16 %) gegenüberstand. Das EBIT wird einschließlich der genannten Wertberichtigungen mit -3,676 Mrd € angegeben, nach einem operativen Gewinn von 278 Mio € im Vorjahr.

Im Gegensatz zu den Ergebniskennzahlen hat der Konzernumsatz um 17 % auf 18,818 Mrd € zugenommen. Das Wachstum ist hier aber vor allem auf die am 30. September 2016 erfolgte Übernahme des Matratzenhändler Mattress Firm in den USA zurückzuführen. Mattress Firm hat im Berichtszeitraum 2,981 Mrd € zum Konzernumsatz beigetragen. Weitere 13 Mio € Umsatz hat der am 25. Mai 2017 übernommene und ab dem 1. Juli konsolidierte US-amerikanische Matratzenhersteller Sherwood Bedding beigesteuert. Darüber hinaus konnte Steinhoff seinen Umsatz im Geschäftsbereich „Australasia“ um 9 % auf 1,285 Mrd € ausbauen. Dagegen hat der Umsatz in Afrika (-3 % auf 5,269 Mrd €) und Europa (-3 % auf 9,268 Mrd €) jeweils abgenommen.

In Europa entfielen 3,472 Mrd € auf Conforama. Gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode entspricht das einem Rückgang von 21 %. Im Segment „ERM“ wurden insgesamt 1,761 Mrd € (-36 %) erwirtschaftet, davon 699 Mio € über den Möbeldiscounter Poco. Der Poco-Umsatz ist aufgrund einer geänderten Konsolidierungsbasis im Berichtszeitraum nur bis März 2017 berücksichtigt. Für den Zeitraum von April bis September 2017 hat Steinhoff einen separaten Umsatz von 601 Mio € für Poco angegeben. Die dem Segment ebenfalls zugeordnete Kika/Leiner-Gruppe hat einen Rückgang von 19 % auf 898 Mio € verbucht. Die im Segment „Other“ zusammengefassten Möbelaktivitäten in Großbritannien und der Schweiz haben insgesamt 895 Mio € (-24 %) zum Konzernumsatz beigetragen.

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