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Westwing korrigiert Umsatz- und Ergebnisprognose

07.05.2019 − 

Nach einer hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2019 hat der Onlinemöbelhändler Westwing seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2019 nach unten korrigiert. So geht das Unternehmen inzwischen von einem Umsatzwachstum zwischen 6 % und 12 % sowie von einem zum Vorjahr stabilen bereinigten EBITDA aus. Im März hatte Westwing noch mit einem Umsatzplus von 16 % und einem Zuwachs beim bereinigten EBITDA von 1 % gerechnet.

Wie aus dem Zwischenbericht des Unternehmens für das erste Quartal 2019 hervorgeht, ist der Gesamtumsatz mit 61 Mio € (-1 %) leicht unter dem Vorjahresniveau geblieben. Westwing begründet den Rückgang zum einen mit dem zugrunde liegenden hohen Vorjahreswert und zum anderen mit dem anhaltend schwachen Geschäft im Bereich „International“, für den ein zweistelliges Minus von 13 % auf 28 Mio € ausgewiesen werden musste. Der Rückgang ist vor allem auf den italienischen Markt zurückzuführen, wo der Umsatz trotz eingeleiteter Turnaround-Maßnahmen um 30 % gesunken ist. Dagegen hat der Umsatz im DACH-Raum im aktuellen Berichtszeitraum um 11 % auf 33 Mio € zugelegt. Der Anteil der Eigenmarken bzw. Private Label-Produkte am Gesamtumsatz hat sich von 13 % auf 21 % erhöht.

Die Ergebniskennzahlen von Westwing haben sich im ersten Quartal verschlechtert. Das bereinigte EBITDA ist mit -4 Mio € wieder negativ ausgefallen, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein positiver Wert von 2 Mio € ausgewiesen worden war. Das EBIT ist mit -9 Mio € und das Periodenergebnis der fortgeführten Aktivitäten mit -10 Mio € jeweils tiefer in die Verlustzone gerutscht.

Insgesamt ist Westwing in elf Ländern aktiv. Im polnischen Posen hat das Unternehmen vor Kurzem das neue 35.000 m² große Logistikzentrum in Betrieb genommen. Die Inbetriebnahme war ursprünglich bereits für Anfang 2019 vorgesehen, hatte sich aber aufgrund von Schwierigkeiten in der Hochlaufphase um einige Monate verzögert. Mit Kosteneinsparungen durch den Betrieb des neuen Lagers rechnet Westwing in der zweiten Jahreshälfte. Im Gegenzug für den neuen Standort ist das halb so große Logistikzentrum im brandenburgischen Großbeeren geschlossen worden.

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