Galeria Karstadt Kaufhof beantragt Schutzschirmverfahren

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof will sich in Eigenverwaltung sanieren. Wie aus einer Mitteilung vom 1. April hervorgeht, hat das Amtsgericht Essen einem entsprechenden vom Unternehmen eingereichten Antrag bereits stattgegeben und Dr. Frank Kebekus zum Sachwalter ernannt. Darüber hinaus wird der Restrukturierungsexperte Arndt Geiwitz als Generalbevollmächtigter die Galeria Karstadt Kaufhof-Geschäftsführung unterstützen. Von der Maßnahme sind rund 28.000 Mitarbeiter betroffen. Ziel des Schutzschirmverfahrens ist die Nutzung bestehender rechtlicher Möglichkeiten, um die wegen des Coronavirus behördlich angeordneten Filialschließungen und die damit verbundenen Umsatzausfälle ohne eine massive Neuverschuldung zu bewältigen.

Seit Beginn der Krise Anfang März ist der Umsatz nach Unternehmensangaben bereits deutlich zurückgegangen. Durch die Schließung der Warenhäuser zum 18. März kommt es zu wöchentlichen Einbußen von über 80 Mio €. Bis Ende April wird sich der Umsatzausfall voraussichtlich auf etwa 0,5 Mrd € summieren.
Zur Neuausrichtung der Warenhäuser von Galeria Karstadt Kaufhof hatte die österreichische Signa Holding als Gesellschafter in den letzten Monaten bereits mehr als 500 Mio € investiert und in dieser Woche zusätzlich weitere 140 Mio € überwiesen. Darüber hinaus will Signa auch in den kommenden Wochen zusätzliche Beträge in dreistelliger Millionenhöhe bereit stellen.
Zur Signa Holding gehört seit Mitte 2018 auch die österreichische Kika/Leiner-Gruppe, deren Filialen seit dem 16. März wegen der Corona-Krise vorübergehend geschlossen sind. Insgesamt bestehen derzeit 26 Kika- und 16 Leiner-Einrichtungshäuser in Österreich.

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