Alno AG: Insolvenzverwalter hat drei Vorstände verklagt

Der Insolvenzverwalter Prof. Dr. Martin Hörmann hat am 30. Juni gegen drei frühere Vorstandsmitglieder der Alno AG Klage beim Landgericht Hechingen eingereicht. Zu Details, gegen wen die Klage erhoben wurde und wie hoch die geltend gemachten Ansprüche sind, hat ein Sprecher Hörmanns gegenüber der Deutschen Presse-Agentur keine Angaben gemacht. Die Prüfung der verschiedenen Haftungsansprüche gegen ehemalige Vorstände, Mitglieder des Aufsichtsrats und Geschäftsführer von Tochterunternehmen im Zuge der Aufarbeitung der Insolvenz des Küchenherstellers seien mittlerweile weitgehend abgeschlossen.

Die Alno AG hatte Mitte 2017 Insolvenz angemeldet. Laut einem von Hörmann in Auftrag gegebenen Gutachten bei der Andersch AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft war das Unternehmen bereits 2013 zahlungsunfähig. Der Insolvenzantrag hätte daher schon deutlich früher gestellt werden müssen. Im Zuge dessen hatte der Insolvenzverwalter angekündigt, Schadensersatzansprüche gegen ehemalige Vorstände bzw. ehemalige Geschäftsführer geltend zu machen.
Unabhängig von der von Hörmann nun eingereichten Klage hatte die Staatsanwaltschaft Stuttgart im Februar 2018 Ermittlungen wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung und Betrugs gegen insgesamt zwölf ehemalige Vorstände der Alno AG sowie Geschäftsführer der Tochtergesellschaften eingeleitet. Nach Informationen der Stuttgarter Zeitung dauern die Ermittlungen hier weiter an.

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