Alno hat Umsatzziel 2014 deutlich verfehlt

Der Küchenmöbelkonzern Alno hat das Geschäftsjahr 2014 dank der Übernahme der schweizerischen AFP Küchen AG mit einem Umsatzzuwachs um 38,1 % auf 545,8 Mio € abgeschlossen. Das im Halbjahresbericht kommunizierte Ziel, 580 bis 600 Mio € zu erwirtschaften, wurde damit jedoch deutlich verfehlt. Als Gründe hierfür nannte das Unternehmen vor allem den hinter den Erwartungen zurückgebliebenen deutschen Küchenmarkt. Laut GfK haben sich die im deutschen Küchenmöbelsektor verzeichneten hohen Auftragseingänge zu Beginn 2014 bis zum Jahresende wieder erheblich abgeschwächt. Die Exportquote von Alno nahm unter anderem durch eine Ausweitung der Geschäfte in Großbritannien, der Schweiz und den USA um 10 Prozentpunkte auf 52 % zu.

Das EBITDA lag mit 40 Mio € um ein Vielfaches über dem Vorjahresniveau sowie oberhalb der im November angehobenen Prognose von bis zu 38 Mio €. Diese Entwicklung ist fast ausschließlich auf die positiven Effekte aus der Kaufpreisallokation durch die AFP-Übernahme im ersten Quartal 2014 zurückzuführen. In der Folge hat sich auch das EBIT auf 6,2 Mio € mehr als verdoppelt. Das Konzernergebnis nach Ertragssteuern blieb allerdings trotz des genannten Sondereffekts aufgrund von deutlich erhöhten Finanzaufwendungen mit -4,1 Mio € negativ.
Um der laut CEO Max Müller unbefriedigenden operativen Ergebnisentwicklung entgegenzuwirken, sind bereits im vergangenen Jahr entsprechende Maßnahmen eingeleitet worden. Im Zuge einer Neuausrichtung des Konzerns sollen die deutschlandweite Produktion flexibilisiert, Verwaltungseinheiten zentralisiert sowie das Marken- und Produktportfolio optimiert werden. Die geplante schrittweise Umsetzung dieser Maßnahmen wird derzeit von mehreren Projektgruppen vorbereitet. Der ausführliche Geschäftsbericht für das Jahr 2014 wird bis Mitte April veröffentlicht.

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