Bianchi tritt als CEO von Sonae Industria zurück

Laut einer am 28. Juli von Sonae Industria verbreiteten Mitteilung ist Carlos Bianchi de Aguiar als CEO und Mitglied des Board of Directors zurückgetreten. In der Folge hat das Board von Sonae Industria mit Rui Manuel Gonçalves Correia und João Paulo dos Santos Pinto zwei Interim-CEOs eingesetzt. Der bisherige CFO Correia wurde dabei zusätzlich zum President des Executive Committee ernannt, Pinto zum Vice-President des Executive Committee. Pinto war im Mai 2010 neu in das Executive Committee von Sonae Industria berufen worden; dabei wurde ihm die neu geschaffene Position des Chief Industry and Technology Officer (CI&TO) übertragen. Bislang setzte sich das Executive Board aus Bianchi, Correia, Pinto und Christophe Chambonnet als Chief Marketing and Sales Officer (CM&SO) zusammen. Bianchi begründete seine Entscheidung mit dem weitgehenden Abschluss der in den letzten Jahren umgesetzten Restrukturierung und der zwischenzeitlich erreichten Verbesserung der wirtschaftlichen Situation bei Sonae Industria. Er will auch künftig in anderen Positionen für das Unternehmen tätig bleiben.

Im zweiten Quartal 2011 sind die Ergebniszahlen von Sonae Industria sowohl gegenüber dem Vorjahreszeitraum als auch im Vergleich zum ersten Quartal 2011 wieder leicht zurückgegangen. Bei einem nochmals auf 356 Mio € gesteigerten konsolidierten Umsatz konnte das EBITDA zwar auf 34 Mio € und das Recurrent EBITDA auf 35 Mio € verbessert werden. Das operative Ergebnis verschlechterte sich aber auf -10 Mio €. Der Vorsteuerverlust belief sich auf -23 Mio € und der Nettoverlust erreichte -24 Mio €. Im Geschäftsbereich „Iberia“ stieg der Umsatz auf 105 Mio €. Die auf Basis des Recurrent EBITDA ermittelte EBITDA-Marge erholte sich nach einer schwächeren Entwicklung im zweiten Halbjahr 2010 wieder auf 10 %. Der Umsatz des Geschäftsbereichs „Central Europe“ legte auf 199 Mio € zu. Einer deutlichen Steigerung in Deutschland waren dabei weitere Einbußen in Großbritannien gegenüberzustellen. Dennoch konnte die EBITDA-Marge weiter auf 7,4 % verbessert werden. Im Geschäftsbereich „Rest of the World“ ging der Umsatz leicht auf 62 Mio € zurück; die EBITDA-Marge fiel mit 15,6 % ebenfalls etwas schwächer aus.

- Anzeige -

Kategorie des Artikels
- Anzeige -