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Meubles Demeyère wird insgesamt 48 Stellen streichen

17.06.2019 − 

Der französische Zerlegtmöbelhersteller Meubles Demeyère wird im Rahmen eines Sozialplans 48 von insgesamt rund 1.000 Arbeitsplätzen abbauen. Von den Stellenstreichungen sind laut einem Bericht der Regionalzeitung „La Voix du Nord“ nahezu alle Unternehmensbereiche betroffen, darunter die Verwaltung und die Produktion. Rund drei Viertel der betroffenen Mitarbeiter haben sich entschieden, das Unternehmen freiwillig zu verlassen.

Zum Beginn der Verhandlungen mit den Tarifvertragspartnern im Oktober 2018 war Demeyère-Geschäftsführer Frédéric Demeyère noch von 100 Kündigungen ausgegangen. Im März hatten sich die Parteien auf den Abbau von 61 Stellen geeinigt. Zuletzt hatte sich die Zahl noch einmal reduziert. Der Sozialplan ist Ende März von der Regionaldirektion für Unternehmen, Wettbewerb, Verbraucherschutz, Arbeit und Beschäftigung bestätigt worden. Im Jahr 2013 hatte das Unternehmen schon einmal 30 Mitarbeiter im Zusammenhang mit Restrukturierungsbemühungen entlassen.

Hintergrund des aktuellen Arbeitsplatzabbaus ist die schwache Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr. Demeyère hat im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 157 Mio € erwirtschaftet. Das sind 7 % weniger als noch im Vorjahr. 2017 war der Umsatz laut der Regionalzeitung bereits um 4 % gesunken. Frédéric Demeyère führt den aktuellen Rückgang auf das sich ändernde Kaufverhalten der Konsumenten und die daraufhin eingeleiteten, nicht näher erläuterten Maßnahmen der großen Handelsketten und Kunden des Unternehmens zurück. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2019 hätte der Umsatz zwar wieder um 1,7 % zugenommen, allerdings liege der Zuwachs damit unter dem geplanten Wachstum von 5 %.

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