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Dreistündiger Warnstreik bei Maja Möbel in Wittichenau

23.04.2019 − 

Rund 400 Mitarbeiter des zur Vivonio-Gruppe gehörenden Leichtbaumöbelherstellers Maja in Wittichenau haben sich vergangenen Donnerstag an einem dreistündigen Warnstreik beteiligt. Nach Angaben der IG Metall Ostsachsen war zwei Tage zuvor die dritte Tarifverhandlung unterbrochen worden, da die Arbeitgeberseite sich nicht an die Verabredungen der letzten Verhandlung vom 12. März gehalten habe. Ziel der Gespräche ist die Anbindung von Maja an den in Sachsen gültigen Flächentarifvertrag für die holz- und kunststoffverarbeitende Industrie. Laut IG Metall Ostsachsen würden die Maja-Beschäftigten in Wittichenau zum Teil nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlt werden. Das am vergangenen Dienstag vom Arbeitgeber unterbreitete Entgeltangebot habe sich nicht vom Mindestlohnniveau wegbewegt, sondern würde die Schere zu den Entgelten des Flächentarifvertrags sogar noch weiter auseinandergehen lassen. Aktuell betrage die Differenz bereits 30 %.

Die Gewerkschaft hatte Maja Ende 2018 zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Die erste Verhandlungsrunde hatte Ende Januar stattgefunden. Der ursprünglich für Mitte Februar angesetzte zweite Verhandlungstermin war von der Arbeitgeberseite kurzfristig abgesagt worden.

Im voll automatisierten Werk in Wittichenau fertigt Maja auf einer Fläche von 85.000 m² Kommoden, Schubladenelemente und Regale für den schwedischen Ikea-Konzern. Am Standort sind rund 800 Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb beschäftigt.

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