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fm Büromöbel hat ehemaliges Prenneis-Werk übernommen

04.03.2019 − 

Nach einem erneut zweistelligen Umsatzwachstum 2018 stellt sich der zur Vivonio-Gruppe gehörende Büromöbelhersteller fm Büromöbel auch in diesem Jahr auf eine steigende Nachfrage ein. Dafür hat das Unternehmen seine Fertigungskapazitäten mit der zum 1. März erfolgten Übernahme des früheren Produktionswerkes des Möbelherstellers Prenneis in Ampflwang/Österreich deutlich ausgebaut. Prenneis hatte die dortige Produktion von Wohn-, Kinder- und Jugendmöbeln sowie Büromöbeln mit Wirkung zum 31. Dezember 2018 eingestellt. Mit der Übernahme des Fertigungsstandortes will fm Büromöbel die Aktivitäten in Süddeutschland und Österreich künftig aus- bzw. aufbauen.

Das starke Unternehmenswachstum der vergangenen Jahre hat nach Angaben von fm Büromöbel dazu geführt, dass das Stammwerk im niedersächsischen Bösel in absehbarer Zeit an seine Kapazitätsgrenzen stoßen wird. Die dort zunächst in Erwägung gezogene Werkserweiterung hätte allerdings nicht im gewünschten Zeitraum umgesetzt werden können. Daher hatte das Unternehmen nach Alternativen gesucht. In Ampflwang hatte Prenneis die Fertigung im Zeitraum von 2014 bis 2018 auf das Losgröße 1-Prinzip umgestellt. Die Produktionsstilllegung hatte das Unternehmen dann laut einem Bericht der „OÖNachrichten“ mit Umsatzrückgängen begründet, die eine kostendeckende Fertigung trotz umfangreicher Investitionen nicht mehr zuließen. Insgesamt 83 Mitarbeiter waren von der Schließung betroffen. Anfang März wurde die Produktion dort wieder aufgenommen. Über die nächsten sechs Monate soll die Fertigung sukzessive hochgefahren und durch zusätzliche Investitionen noch erweitert werden.

Fm Büromöbel erwirtschaftet mit circa 200 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 50 Mio €. Neben fm Büromöbel umfasst die Vivonio-Gruppe noch den Büromöbelhersteller Leuwico, den Mitnahmemöbelhersteller Maja, den Schlafraummöbelhersteller Staud sowie den dänischen Schiebetürenhersteller KA Interiør und den niederländischen Schrankhersteller Noteborn. In der Gruppe betreibt Vivonio inzwischen acht Produktionsstandorte. 2018 hat die Gruppe mit sechs Tochterunternehmen, sieben Werken und circa 1.700 Mitarbeitern einen Umsatz von knapp 400 Mio € erzielt.

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