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Kettler erhält Finanzierung von Heinz Kettler-Stiftung

29.11.2018 − 

Die in Ense-Parsit ansässige Kettler GmbH hat Anfang November eine Zwischenfinanzierung von der Heinz-Kettler-Stiftung zugesichert bekommen. Das Unternehmen, das sich seit dem 1. Oktober in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung befindet, will laut gleichlautenden Medienberichten nun mit der Investorensuche fortfahren. Bereits am 14. Mai hatte Kettler mit der in Luxemburg ansässigen Investmentgesellschaft Altera Capital eine Vereinbarung über den Erwerb sämtlicher Anteile an Kettler getroffen. Die Transaktion, die ursprünglich bis Anfang Juli abgeschlossen sein sollte, wurde allerdings von der Heinz Kettler-Stiftung blockiert. Ohne die nun zugesagten Gelder hätte das Unternehmen laut dem „Handelsblatt“ den Geschäftsbetrieb einstellen müssen. Der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums, Manfred Sauer, hätte sich zuletzt vor dem Hintergrund der ungewissen Rechtmäßigkeit noch gegen finanzielle Hilfen an Kettler ausgesprochen. Nach dem Ausscheiden von Stiftungsvorstand Andreas Sand, der sich dagegen für die Bereitstellung der Finanzhilfen eingesetzt hatte, und der durch die Stiftungsaufsicht erfolgten Berufung von Rechtsanwalt Christoph Schotte als Sachwalter der Heinz Kettler-Stiftung seien die Gelder dann aber freigegeben worden.

Kettler befindet sich bereits seit einigen Jahren in finanziellen Schwierigkeiten. Erst Ende März 2016 war das ebenfalls in Eigenverwaltung durchgeführte Insolvenzverfahren der Vorgängergesellschaft Heinz Kettler GmbH & Co. KG aufgehoben worden. Im Zuge des Verfahrens wurde unter anderem die Fahrrad-Produktion in Kleinbittersdorf-Hanweiler ausgegliedert. Seitdem hat sich Kettler auf die Sparten Fitnessgeräte, Gartenmöbel und Spiel+Kind (Spielfahrzeuge, -geräte, Kindermöbel) konzentriert.

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