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Kimball will Überkapazitäten in der Produktion abbauen

25.06.2019 − 

Der US-amerikanische Büromöbelhersteller Kimball hat einen Restrukturierungsplan zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung auf den Weg gebracht. Der Plan sieht unter anderem die Prüfung der Produktionsstandorte auf Überkapazitäten vor. In diesem Zusammenhang hat Kimball bereits entschieden, die Sitzmöbelfabrik in Martinsville/Virginia zu schließen. Das dortige Werk ist angemietet. Weitere Produktionsstätten sollen noch überprüft werden.

Darüber hinaus soll die Organisationsstruktur des Unternehmens effizienter gestaltet werden. Um Doppelarbeiten zu vermeiden und eine Prozessstandardisierung zu erreichen, sollen von der Zentrale gesteuerte Unternehmensfunktionen wie Finanzen, Human Resources, IT und Recht geschaffen werden. Zudem will Kimball die Supply Chain zentralisieren, um logistische Abläufe zu verbessern. Im Zusammenhang mit der Überarbeitung der Organisationsstuktur wird Chief Operating Officer und President der Marke „Kimball“ Don Van Winkle aus dem Unternehmen ausscheiden. Die Position des COO soll künftig nicht wieder neu besetzt werden. Van Winkle wird noch für eine Übergangszeit im Unternehmen bleiben, bis ein Nachfolger für die Position des President der Kimball-Marke gefunden wurde.

Der Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten der Marke Kimball soll künftig auf wachstumsstärkeren Märkten liegen. Außerdem will Kimball vier Showrooms schließen. Wo genau die Schließungen erfolgen sollen, hat das Unternehmen nicht bekannt gegeben.

Der Restrukturierungsplan soll bis Ende des im Juni 2020 auslaufenden Geschäftsjahres 2019/2020 umgesetzt werden. Das Unternehmen geht davon aus, dass nach Umsetzung der Maßnahmen Kosten in Höhe von 10 Mio US$ vor Steuern eingespart werden können. Bis dahin rechnet Kimball allerdings mit Restrukturierungskosten in Höhe von 8-9 Mio US$.

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