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Natuzzi muss auch für drittes Quartal Rückgang ausweisen

10.12.2019 − 

Der Umsatz des italienischen Polstermöbelherstellers Natuzzi ist im dritten Quartal um 3,7 % auf 88,1 Mio € gesunken. Davon entfielen 83,7 Mio € (-3,0 %) auf das Kerngeschäft mit Polstermöbeln, Accessoires und Einrichtungsgegenständen und 4,4 Mio € (-15,5 %) auf die restlichen Aktivitäten. Im Kerngeschäft hat sich unter anderem die Entkonsolidierung der chinesischen Tochtergesellschaft Natuzzi Trading Shanghai im Rahmen der Joint Venture-Vereinbarung mit dem chinesischen Möbelhersteller Kuka negativ auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt. Bereinigt um diesen Effekt hätte sich der Rückgang noch auf 1,2 % belaufen. Während der Umsatz mit Produkten der Marke „Natuzzi“ um 5 % zugelegt hat, musste für die Großhandelsaktivitäten im Bereich „Unbranded“ ein Rückgang von 18,8 % ausgewiesen werden.

Der Anstieg im Geschäftsbereich Natuzzi wurde von zweistelligen Zuwächsen in der Region „Americas“ (+19,5 %) und China (+15,4 %) getragen. Trotz des in China verzeichneten Wachstums hat der Umsatz in der Region „Asien-Pazifik“ insgesamt um 4,1 % abgenommen. In EMEAI (Europa, Naher Osten, Afrika und Indien) hat der Umsatz ebenfalls um 1,0 % nachgegeben. Auf das Natuzzi-Markengeschäft entfielen im dritten Quartal 78,6 % des Gesamtumsatzes.

Das Großhandelsgeschäft im Bereich „Unbranded“ leidet nach Unternehmensangaben vor allem unter den von den USA auf in China gefertigte Ware erhobenen Zölle sowie unter dem weiter steigenden Preisdruck. Daher will Natuzzi die Produktion im chinesischen Werk herunterfahren und prüft derzeit Alternativen hinsichtlich der Verlagerung an Standorte in Ländern, die nicht mit höheren Zöllen belegt werden, und Länder, in denen die Kosten insgesamt niedriger sind.

Nach Rückgängen von 8,9 % im ersten und 12,5 % im zweiten Quartal ergibt sich für die ersten neun Monate ein Minus von 8,6 % auf 286,4 Mio €. Der operative Verlust hat sich um knapp 3,0 Mio € auf 19,5 Mio € ausgeweitet. Ohne die Kosten in Höhe von 3,4 Mio € im Zusammenhang mit dem Abbau von Arbeitsplätzen in Italien wäre der Verlust hingegen um 0,5 Mio € geringer als im Vorjahreszeitraum ausgefallen.

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