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Poggenpohl Möbelwerke muss Insolvenzantrag stellen

27.04.2020 − 

Der seit Ende Januar 2017 zur Adcuram Group gehörende Küchenmöbelhersteller Poggenpohl Möbelwerke GmbH hat am 24. April beim Amtsgericht in Bielefeld einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzte Manuel Sack von der Kanzlei Brinkmann & Partner will in einem ersten Schritt den Geschäftsbetrieb stabilisieren und die Auslieferung fertig produzierter Aufträge sicherstellen. Parallel dazu will er noch in dieser Woche einen Investorenprozess einleiten, über den das Unternehmen und die Marke erhalten werden sollen. Die Löhne und Gehälter der rund 270 Mitarbeiter bei der Poggenpohl Möbelwerke GmbH sollen im Zeitraum April bis Juni über das Insolvenzausfallgeld gesichert werden. Der Insolvenzantrag bezieht sich nur auf die Obergesellschaft Poggenpohl Möbelwerke GmbH; die anderen Unternehmen der Poggenpohl-Gruppe sind nicht direkt betroffen.
Das Unternehmen hat den Insolvenzantrag in einer heute veröffentlichten Mitteilung mit einem durch die Corona-Krise verursachten erheblichen Auftrags- und Umsatzrückgang begründet. Die dadurch verursachten Liquiditätsengpässe konnten auch durch die eingeleiteten Gegenmaßnahmen wie Kurzarbeit und Produktionsanpassungen nicht ausgeglichen werden. Eine Inanspruchnahme von Mitteln aus dem von der Bundesregierung ausgelegten Hilfsprogramm für die Bewältigung der Corona-Krise war aufgrund des bei Poggenpohl laufenden Restrukturierungsprogramms nicht möglich.

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