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Schwaches Chinageschäft belastet Villeroy & Boch-Umsatz

21.10.2019 − 

Der Umsatz der Villeroy & Boch AG hat im dritten Quartal um 0,8 % auf 194,7 Mio € nachgegeben. Im Vergleich zum ersten Halbjahr, für das ein Minus von 6,3 % ausgewiesen werden musste, hat sich die negative Entwicklung im Zeitraum Juli bis September allerdings abgeschwächt. Kumuliert über die ersten neun Monate ergibt sich ein Umsatzrückgang von 4,5 % auf 587,9 Mio €. Während der Umsatz im Ausland um 7,1 % auf 408,9 Mio € abgenommen hat, konnte im Inland ein Anstieg von 1,9 % auf 179,0 Mio € erzielt werden.

Im Geschäftsbereich „Bad und Wellness“ hat der Umsatz im dritten Quartal um 2,3 % auf 130 Mio € abgenommen. Hier hat sich vor allem das im Einzelmarkt China verzeichnete Minus von 33 % aufgrund des Handelskonflikts mit den USA und konjunkturbedingt verschobener Wohnungsbauprojekte negativ ausgewirkt. In der Region EMEA konnte hingegen ein Anstieg um 4,5 % erreicht werden. Deutlich zugelegt haben hier die Kernmärkte Niederlande (+49,6 %), Belgien (+14,4 %), Deutschland (+9,8 %) und Schweden (+2,4 %). In den ersten neun Monaten wurde im Segment Bad und Wellness ein Umsatz von 401,6 Mio € erwirtschaftet; das entspricht einem Rückgang von 7,9 %. Der zweite Geschäftsbereich „Tischkultur“ hat indessen sowohl im dritten Quartal (+2,2 % auf 64,0 Mio €) als auch im Neunmonatszeitraum (+3,7 % auf 184,1 Mio €) zugelegt.

Das Konzern-EBIT ist per Ende September um 13,6 % auf 22,3 Mio € gesunken. Die Investitionen beliefen sich auf 17,9 Mio €. Davon entfiel mit 14,8 Mio € der Großteil auf den Bereich Bad und Wellness, wo in neue Anlagen für die Keramikwerke in Thailand, Ungarn und Frankreich investiert wurde.

An der im Juli nach unten korrigierten Prognose für das Geschäftsjahr 2019 hält Villeroy & Boch fest. So rechnet der Vorstand weiterhin mit einem Rückgang des Konzernumsatzes auf 825-850 Mio € und einem EBIT von 48-52 Mio €. 2018 wurde ein Umsatz von 853,1 Mio € erwirtschaftet; das EBIT belief sich auf 53,6 Mio €.

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