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Bislang kein Investor für Flötotto Systemmöbel GmbH

06.06.2019 − 

Das Insolvenzverfahren über den Systemmöbelhersteller Flötotto wurde planmäßig zum 1. Juni eröffnet. Wie der Insolvenzverwalter Dr. Norbert Küpper gegenüber der Tageszeitung „Neue Westfälische“ bestätigt hat, ist es bislang zwar nicht zu arbeitgeberseitigen Kündigungen gekommen, allerdings mussten einzelne Mitarbeiter freigestellt werden. Diese beziehen nun Arbeitslosengeld, da laut Küpper nicht ausreichend Kapital vorhanden sei, um alle Mitarbeiter zu bezahlen. Zum Zeitpunkt der Insolvenzantragsstellung Mitte März hatte das Unternehmen noch 34 Mitarbeiter beschäftigt. Knapp 30 % haben laut Küpper aufgrund der unsichereren wirtschaftlichen Situation seither bereits von sich aus gekündigt.

Gespräche mit potentiellen Investoren habe es in den vergangenen Wochen zwar gegeben. Diese konnten jedoch nicht zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Küpper führt das mangelnde Interesse auch auf die insgesamt geringe Nachfrage nach Regalsystemen und die Konkurrenz im Onlinehandel sowie die insgesamt zu hohen Produktionskosten des Unternehmens zurück. Über die weitere Vorgehensweise wird der Gläubigerausschuss von Flötotto noch in diesem Monat entscheiden.

Das Unternehmen fertigt Systemmöbel für Privaträume und den Objektbereich. Dabei werden die Segmente Wohn-, Ess-, Schlaf-, Kinder-, Büro- und Garderobenmöbel abgedeckt. Die Produktion erfolgt am rund 10 km vom Unternehmenssitz in Rietberg entfernten Standort in Westenholz.

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