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Steelcase-Umsatz ist um rund 40 % eingebrochen

03.07.2020 − 

Der Umsatz des US-amerikanischen Büromöbelherstellers Steelcase hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 Corona-bedingt um 341,5 Mio US$ bzw. 41,4 % auf 482,8 Mio US$ nachgegeben. Dabei sind die Rückgänge in allen drei Geschäftsbereichen deutlich zweistellig ausgefallen. In dem größten Segment „Americas“ hat der Umsatz um 42,1 % auf 333,9 Mio US$ abgenommen. In „EMEA“ belief sich das Minus mit 99,5 Mio US$ auf 38,3 %. Im dritten Geschäftsbereich „Other" ist der Umsatz um 43 % auf 49,4 Mio US$ gesunken. Nach dem im Februar erfolgten Verkauf der in Atlanta ansässigen Tochtergesellschaft Polyvision umfasst der Bereich noch die Region Asia-Pacific sowie die Marke „Designtex". Bereinigt um Polyvision und Währungseffekte ergibt sich ein Rückgang von 28 %.

Ende Mai belief sich der Auftragsbestand auf 751 Mio US$. Aufgrund der insbesondere im März und April erforderlichen Einschränkungen in der Produktion und Auslieferung waren dies 11 % mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Mittlerweile sind alle Fertigungs- und Verteilstandorte wieder geöffnet. Der Konzern geht daher davon aus, dass der Großteil des aktuellen Auftragsbestands im Verlauf des zweiten Quartals abgearbeitet werden kann.

Die Ergebniskennzahlen sind im ersten Quartal in den negativen Bereich gerutscht. Dem operativen Verlust in Höhe von 52,3 Mio US$ steht ein Gewinn von 27,6 Mio US$ im Vorjahreszeitraum gegenüber. Der Nettoverlust belief sich auf 38,1 Mio US$ nach einem Gewinn von 17,8 Mio US$ im Vorjahr. Unter anderem haben Goodwill-Abschreibungen in EMEA in Höhe von 17,6 Mio US$ im Zusammenhang mit der Corona-Krise und den damit verbundenen wirtschaftlichen Unsicherheiten die Ergebnisse belastet.

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