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Wellemöbel muss erneut Insolvenz anmelden

20.12.2018 − 

Der Systemmöbelhersteller Wellemöbel hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Davon betroffen sind die Wellemöbel Beiteiligungs GmbH & Co. KG, die Wellemöbel Verwaltungs GmbH, die Wellemöbel GmbH, die MF Bad Lippspringe GmbH und die Howelpa Logistik GmbH; das zuständige Amtsgericht Paderborn hat dem Antrag gestern stattgegeben. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus bestellt. Dieser prüft derzeit die Fortführungs- und Sanierungsmöglichkeiten der Unternehmensgruppe. Von der Insolvenz sind 530 Mitarbeiter betroffen. Geschäftsführerin des Unternehmens ist Anna Sommermeyer-Rickert.

Nach Angaben von Wellmöbel leide die gesamte Möbelbranche unter einem deutlichen Umsatzrückgang, da neue Möbel beim Verbraucher nicht mehr im Fokus stünden. Die deutsche Möbelindustrie müsse immer mehr Wettbewerbsanteile an osteuropäische Lieferanten abgeben. Diese griffen aufgrund niedriger Herstellungspreise den deutschen Markt an, da sie von Lohnkostenvorteilen und Steuerentlastungen profitierten. Darüber hinaus subventioniere die EU im Nachbarland Investitionen in Immobilien und Maschinen mit über 70 %.

Wellemöbel fertigt Baby-/Kinderzimmer, Jugendzimmer, Schlafzimmer sowie Büromöbel an den beiden Standorten in Alsfeld und Bad Lippspringe. Der Produktionsstandort in Detmold war Mitte 2015 im Zuge des im selben Jahr beendeten Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung geschlossen worden. Das Logistikunternehmen Howelpa beliefert den Möbelfachhandel und hat seinen Sitz in Paderborn.

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