|  
Möbelindustrie» weitere Meldungen

Zeyko: Insolvenzverwalter erwartet Entscheidung im Juli

10.07.2017 − 

Bei dem insolventen Küchenhersteller Zeyko sind die Verhandlungen mit den verbliebenen strategischen Investoren aus Deutschland laut Insolvenzverwalter Dr. Hubert Ampferl von der Kanzlei Dr. Beck & Partner relativ weit fortgeschritten. Entscheidend für eine mögliche Fortführungslösung bleibt allerdings die Position des bisherigen geschäftsführenden Gesellschafters Johannes la Cour, der Inhaber der Markenrechte von Zeyko und somit ebenfalls in die Verhandlungen eingebunden ist. Ampferl geht davon aus, dass es nun im Juli zu einer Entscheidung kommen wird. Ursprünglich war diese bereits für Anfang Juni erwartet worden.

Die Produktion soll zum derzeitigen Stand auch über die im August anstehenden zweiwöchigen Betriebsferien hinaus aufgrund der relativ guten Auftragslage bis in den September hinein fortgeführt werden. Nachdem die Zahl der Mitarbeiter bei Zeyko mit der Insolvenzeröffnung am 1. Mai um 25 auf 82 Mitarbeiter reduziert worden war, hat es seither keine weiteren Kündigungen gegeben.

Gemeinsam mit den Schwesterfirmen Zeiler Möbelwerk („Allmilmö“) und Nolff hatte Zeyko am 23. Februar Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Bamberg gestellt. Während der Geschäftsbetrieb bei Allmilmö Ende Juni eingestellt wurde, konnte für Nolff eine Fortführungslösung im Rahmen eines MBO gefunden werden. Bei Allmilmö waren die Investorengespräche letztendlich an den komplexen Besitzverhältnissen des Unternehmens gescheitert. So gehörten wesentliche Vermögensgegenstände wie die Betriebsimmobilie in Zeil am Main, die Rechte an der Marke „Allmilmö“ sowie die technischen Anlagen und Maschinen nicht zur Insolvenzmasse, sondern befanden sich im Besitz von la Cour.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Steelcase ändert Namen und verlegt Unternehmenssitz

König + Neurath: Offermanns wird Vertriebsvorstand  − vor