Kornmüller-Nachfolger Fikomo stellt Insolvenzantrag

Über das Vermögen der österreichischen Fikomo GmbH wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht St. Pölten beantragt. Laut einer Mitteilung des Gläubigerschutzverbands AKV sind von der Insolvenz 25 Mitarbeiter und 71 Gläubiger betroffen; die Passiva werden mit rund 975.000 € beziffert.

Bei dem Unternehmen handelt es sich um die Nachfolgegesellschaft des österreichischen Küchenherstellers Kornmüller, den der Finanzinvestor CoBe Capital über den deutschen Küchenmöbelproduzenten Warendorfer Küchen aus der Insolvenz übernommen hatte. CoBe hatte zum 1. Januar 2013 zunächst Warendorfer von der Schweizer AFG-Gruppe akquiriert; Anfang Februar des selben Jahres folgte der Erwerb von Kornmüller. Für Kornmüller war im Juni 2012 erneut ein Sanierungsverfahren nach dem österreichischen Insolvenzrecht eingeleitet worden, nachdem bereits im April 2009 ein Konkursverfahren eröffnet worden war. Seit dem Einstieg von CoBe entwickelt, produziert und vertreibt Fikomo Küchenmöbel unter dem Namen „Kornmüller-Küchen“.
Als Gründe für die Insolvenz gab Fikomo weit hinter den Erwartungen zurückgebliebene Umsätze, teilweise unbrauchbare angemietete Geschäftsräume, einen Investitionsstau sowie einen weiterhin bestehenden Sanierungsbedarf an. Die Produktion am Standort Weistrach soll vor diesem Hintergrund eingestellt werden; der künftige Geschäftsbetrieb soll sich auf den Vertrieb beschränken. Den Gläubigern wird im Rahmen eines Sanierungsplans eine Quote von 20 %, zahlbar innerhalb von zwei Jahren, angeboten. Nach Informationen der österreichischen Zeitung „Der Standard“ beabsichtigt das Unternehmen, die Produktion künftig in Slowenien fortzusetzen.

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