Küchenhersteller Poggenpohl hat Kurzarbeit eingeführt

Der Küchenmöbelhersteller Poggenpohl hat Mitte August Kurzarbeit angeordnet. Laut einem Bericht der Regionalzeitung „Neue Westfälische“, der sich auf den Betriebsratsvorsitzenden Andreas Ott beruft, arbeiten die 350 Beschäftigten nun pro Woche einen halben bis maximal einen ganzen Tag weniger. In der Betriebsvereinbarung wurde die Kurzarbeit auf ein Jahr festgelegt. Sie betrifft verschiedene Abteilungen des Unternehmens, vor allem aber die Produktion. Poggenpohl hat die Maßnahme mit der verhaltenen Auftragslage begründet.

Poggenpohl gehört seit Ende Januar vergangenen Jahres zur Adcuram Group mit Sitz in München. Davor war das Unternehmen seit dem Jahr 2000 Teil des schwedischen Nobia-Konzerns. Poggenpohl vertreibt seine im Premiumsegment angesiedelten Küchen über eigene Küchenstudios, den Einzelhandel und im Projektgeschäft in rund 70 Ländern weltweit. Rund 80 % des Umsatzes entfallen auf den Export.
Laut dem letzten im Bundesanzeiger veröffentlichten Geschäftsbericht hat Poggenpohl im Jahr 2016 einen Bruttoumsatz von 59,1 Mio € (-6,0 %) erwirtschaftet. Davon entfielen 55,2 Mio € auf den Bereich Möbel und 3,9 Mio € auf den Bereich Sonstiges. Der Nettoumsatz erreichte 55,2 Mio € (-2,7 %). Der Jahresüberschuss konnte auf 637.375 € gebracht werden; 2015 war noch ein Jahresfehlbetrag von 6,7 Mio € ausgewiesen worden.

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