Nobilia will weiteres Grundstück in Verl-Kaunitz kaufen

Der Küchenmöbelhersteller Nobilia will neben seinem zweiten Werk in Verl-Kaunitz ein 250.000 m² großes Gelände erwerben, um die Weiterentwicklung der Produktionskapazitäten sicherzustellen. Am Standort Verl-Sürenheide gibt es keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr; das Werk arbeitet mit rund 16.200 Schränken/Tag bereits seit einigen Jahren an der Kapazitätsgrenze. Daher konzentriert Nobilia Neu- und Erweiterungsinvestitionen seit einiger Zeit auf das Werk Kaunitz, in dem derzeit 11.000 Schränke/Tag produziert werden. Ziel ist es, die Kapazitäten langfristig auf 18.000 Schränke am Tag auszubauen.

Seit etwa zweieinhalb Jahren läuft im Zusammenhang mit dem geplanten Grundstückskauf ein Baugenehmigungsverfahren, im Rahmen dessen unter anderem eine Flächennutzungsänderung von dem derzeitigen Agrarland in ein Industriegebiet angestrebt wird. Der Änderung haben die zuständigen Behörden laut Nobilia bereits zugestimmt. Nobilia-Geschäftsführer Dr. Dr. Günter Scheipermeier geht davon aus, dass die offizielle Baugenehmigung bis zum vierten Quartal vorliegen wird. Nach Eingang der Genehmigung und dem Abschluss des Grundstückskaufs plant Nobilia, das neue Grundstück in etwa drei Jahren zu bebauen.

Darüber hinaus werden derzeit die Produktionshallen in Kaunitz um 16.000 m² erweitert. Eine zusätzliche Halle, in der künftig Küchenzubehörteile gefertigt werden sollen, befindet sich im Bau und soll Ende Februar bzw. Anfang März fertiggestellt werden. Baubeginn war im September vergangenen Jahres. Das Investitionsvolumen für die Halle beläuft sich auf rund 8 Mio €.

Im Geschäftsjahr 2014 hat Nobilia bei Abschreibungen von 31,6 Mio € insgesamt 55,1 Mio € investiert. Die größten Einzelprojekte waren der Hallenbau in Kaunitz sowie der Austausch von zwei Fertigungsstraßen für die Teilefertigung und einer Endmontagelinie in Sürenheide. Das 2013 erbaute vollautomatische Hochregallager mit 55.000 Lagerplätzen wurde im April in Betrieb genommen. Im Fuhrpark wurden veraltete Zugmaschinen und Auflieger durch neue ersetzt sowie zusätzliche Fahrzeuge angeschafft. Nobilia verfügt damit aktuell über 160 Lastkraftwagen und 530 Auflieger.

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