Pfleiderer: Grundkapital wird durch Jahresfehlbetrag mehr als halbiert

Der Holzwerkstoffhersteller Pfleiderer AG hat am 8. Februar mitgeteilt, dass im Einzelabschluss nach HGB voraussichtlich ein Fehlbetrag für das Jahr 2010 ausgewiesen wird, durch den mehr als die Hälfte des Grundkapitals der AG aufgezehrt wird. Neben Einmalaufwendungen für die laufende Restrukturierung des Pfleiderer-Konzerns wirken sich nach Konzernangaben auch in erheblichem Umfang Verlustübernahmen aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen, Wertkorrekturen auf Beteiligungsansätze von Tochtergesellschaften sowie Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus. Die Abschreibungen betreffen vor allem Konzerngesellschaften in Nordamerika und Westeuropa.

Im Zusammenhang mit der Verringerung des Eigenkapitals muss Pfleiderer unverzüglich eine außerordentliche Hauptversammlung ansetzen.
Die bilanziellen Wertkorrekturen sind laut Pfleiderer nicht zahlungswirksam und haben keinen Einfluss auf die Liquidität der Gesellschaft. Das Mitte Dezember 2010 mit den Gläubigerbanken vereinbarte Stillhalteabkommen ist laut Pfleiderer ebenfalls nicht betroffen. Der Umsatz des Pfleiderer-Konzerns ist 2010 um 8 % gestiegen; die Höhe des Jahresfehlbetrags kann aktuell noch nicht genau beziffert werden.

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