Schwaches China-Geschäft drückt auf Ethan Allen-Umsatz

Der US-amerikanische Möbelhersteller und -händler Ethan Allen hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 einen weiteren Umsatzrückgang verbucht. Nachdem im gesamten Geschäftsjahr 2018/2019 bereits ein Minus von 2,6 % aufgelaufen war, weist der aktuelle Quartalsbericht des Unternehmens einen um 7,4 % auf 173,9 Mio US$ gesunkenen Umsatz aus. Ethan Allen führt die schwache Entwicklung in erster Linie auf das erneut hinter dem Vorjahresniveau zurückgebliebene Geschäft in China sowie eine geringere Nachfrage in Kanada zurück. Bereits im dritten und vierten Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019 hatte das China-Geschäft die Umsatzentwicklung von Ethan Allen beeinträchtigt.

Im Wholesale-Segment (Vertrieb über dritte Handelspartner) hat Ethan Allen ein zweistelliges Umsatzminus von 14,2 % auf 101,3 Mio US$ eingefahren. Der Auftragseingang hat um 1,5 % abgenommen. Dabei lag der in China erzielte Auftragswert laut dem Unternehmen aufgrund der von der chinesischen Regierung erhobenen Importzölle um 36,7 % unter dem Vorjahresniveau. Ohne China hätte der Auftragseingang um 0,7 % zugelegt. Der Umsatz im Retail-Segment, das den Vertrieb über 145 firmeneigene Handelsfilialen umfasst, ist um 5,5 % auf 137,3 Mio US$ gesunken. Hier haben die Einzelhandelsumsätze in den USA um 5,3 % und in Kanada um 10,8 % nachgegeben.
Im Gegensatz zum Umsatz haben sich die Ergebniskennzahlen von Ethan Allen verbessert. Das operative Ergebnis hat um 57,6 % auf 18,6 Mio US$ zugelegt; den Anstieg begründet das Unternehmen mit niedrigeren Abschreibungsaufwendungen sowie geringeren Logistikkosten im Wholesale-Segment. Der Nettogewinn hat sich um 60,2 % auf 14,1 Mio US$ erhöht.

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