Warendorfer Küchen stellt Antrag auf Eigenverwaltung

Der Küchenhersteller Warendorfer hat heute beim zuständigen Amtsgericht in Münster einen Antrag auf „Eigenverwaltung“ nach §270a InsO gestellt. Das Amtsgericht hat dem Antrag entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Ursächlich für den Insolvenzantrag ist nach Unternehmensangaben ein deutlicher Rückgang in einzelnen Marktsegmenten, der durch das wachsende Auslandsgeschäft nicht vollständig kompensiert werden konnte. Andere Gesellschaften der Warendorfer-Gruppe sind nach Aussage des Unternehmens nicht von der Eigenverwaltung betroffen.

Die Geschäftsführung um Slav Lepenin will nun in Zusammenarbeit mit den Restrukturierungsexperten Dr. Kristof Wilmes und Hartmut Brandt von der Münsteraner Rechtsanwaltskanzlei Michels & Wilmes sowie einem Team um Dr. Jochen Vogel von der Beratungsgesellschaft Ernst & Young erforderliche Sanierungsmaßnahmen einleiten. Darüber hinaus hat das Amtsgericht Münster Rechtanwalt Michael Mönig als vorläufigen Sachwalter bestellt, dessen Aufgabe es ist, den Sanierungsprozess zu überwachen und Gläubigerinteressen zu wahren. In den nächsten Wochen soll ein Sanierungskonzept für die Fortführung des Unternehmens entwickelt werden. Der Geschäftsbetrieb läuft während des gesamten Sanierungsprozesses unverändert weiter. Die rund 140 Mitarbeiter wurden in einer Betriebsversammlung über die aktuelle Situation informiert.

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