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Abverkauf von E1-Lagerbeständen bleibt möglich

15.11.2019 − 

Bis zum 31. Dezember nach der aktuellen Version der Chemikalienverbotsverordnung (ChemVerbotsVO) produzierte und an deutschen Standorten eingelagerte Holzwerkstoffe können auch nach der zum 1. Januar anstehenden Umstellung der Formaldehyd-Prüfmethodik abverkauft werden. Dies hat das Umweltbundesamt (UBA) den Verbänden HDH und VHI vorab mitgeteilt. Die seit einiger Zeit vom UBA in Zusammenarbeit mit der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Chemikaliensicherheit (BLAC) als FAQ-Dokument erarbeiteten Umsetzungshinweise für die Neuregelung stehen dagegen bislang noch aus. Das UBA hatte zuletzt eine Veröffentlichung im Verlauf des Novembers in Aussicht gestellt.

Mit der Neuregelung wird die DIN EN 16516 als neue Referenzmethode für die Bestimmung von Formaldehydemissionen aus Holzwerkstoffen in der Prüfkammer festgelegt. Die bislang eingesetzte EN 717-1 kann in Deutschland zwar weiterhin als Alternativverfahren genutzt werden. Die dabei ermittelten Werte müssen allerdings mit dem Faktor 2 multipliziert werden, was faktisch einer Halbierung des in der Chemikalien-Verbotsverordnung (ChemVerbotsVO) festgelegten Formaldehydgrenzwerts von 0,1 ppm auf 0,05 ppm entspricht. Die aktuelle Klarstellung bezieht sich auf Lagerbestände von rohen und beschichteten Holzwerkstoffen, die vor dem 31. Dezember produziert wurden und nach der bisherigen Prüfmethodik den Grenzwert 0,1 ppm einhalten. Diese Holzwerkstoffe erfüllen laut UBA auch nach dem 1. Januar die Anforderungen der ChemVerbotsVO, auch wenn für neu produzierte Holzwerkstoffe dann niedrigere Emissionen vorgegeben sind.

Auf den Lagerort geht das UBA in seiner Klarstellung nicht ein. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Holzwerkstoffe an einem deutschen Standorte eines Herstellers oder Verarbeiters eingelagert sein müssen. Für Lagerbestände an Produktionsstandorten oder Handelslagern im Ausland ist der Abverkauf nicht möglich.

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