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Bedding-Umsatz von Recticel ist weiter um 4,4 % gestiegen

09.03.2020 − 

Im Geschäftsbereich „Bedding“ des belgischen Recticel-Konzerns hat sich die bereits in den beiden Vorquartalen verzeichnete positive Umsatzentwicklung fortgesetzt. Nach Steigerungen von 3,6 % im zweiten und +1,9 % im dritten Quartal hat der Bereichsumsatz im vierten Quartal um 4,4 % auf 64,6 Mio € zugelegt. Das war die stärkste Wachstumsrate im Jahresverlauf 2019. Im ersten Quartal war der externe Bedding-Umsatz dagegen um 8,5 % gesunken. In den Geschäftsbereichen „Flexible Foams“ (-8,2 % auf 133,5 Mio €) und „Insulation“ (-21,4 % auf 54,4 Mio €) mussten jeweils Umsatzrückgänge ausgewiesen werden. Der bereinigte Umsatz im Bereich „Automotive“ ist leicht um 1,5 % auf 54,7 Mio € gestiegen. Gruppenergebniskennzahlen für das vierte Quartal wurden in dem vorläufigen Bericht nicht angegeben.

Im Gesamtjahr hat Recticel ein Umsatzminus von 7,1 % auf 1,039 Mrd € eingefahren, wobei in allen Geschäftsbereichen Rückgänge verzeichnet werden mussten. Am geringsten ist das Minus mit 0,6 % auf 242,3 Mio € im Bedding-Bereich ausgefallen. Während der Umsatz mit „Branded Products“ um 4,6 % zugenommen hat, ist er im Segment „Non-Branded/Private Label“ um 8,1 % gesunken. Recticel führt den Rückgang nach wie vor auf den starken Wettbewerb in diesem Segment durch Onlineanbieter sowie auf Schwierigkeiten eines deutschen Kunden zurück. Deutliche Umsatzeinbußen wurden in den Bereichen Flexible Foams (-11,7 % auf 549,1 Mio €) und Insulation (-8,9 % auf 247,2 Mio €) verbucht. Der Automotive-Umsatz hat um 2,6 % auf 223,7 Mio € nachgegeben.

Die Ergebniskennzahlen des Konzerns vor Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 haben sich allesamt verschlechtert (bereinigtes EBITDA -9,7 % auf 88,2 Mio €, EBITDA -12,1 % auf 70,8 Mio €, EBIT -20,0 % auf 34,4 Mio €, Nettoergebnis -9,9 % auf 26,0 Mio €). Für das laufende Geschäftsjahr geht Recticel von weiterhin schwierigen Marktbedingungen aus, die durch den Ausbruch des Coronavirus noch weiter verschärft werden. Dennoch will der Konzern wieder ein positives bereinigtes EBITDA erreichen.

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