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Coronavirus beeinträchtigt Zulieferkette von Electrolux

31.01.2020 − 

Aufgrund des in China erstmals ausgebrochenen neuen Coronavirus bereitet sich der schwedische Hausgerätehersteller Electrolux derzeit auf weitergehende Lieferunterbrechungen bei Fertigprodukten und Komponenten von chinesischen Zulieferern vor. Das geht aus dem heute erschienenen Zwischenbericht des Unternehmens für das vierte Quartal 2019 hervor. Demnach bezieht das Unternehmen aus China hohe Mengen der Zulieferprodukte für sämtliche Geschäftsbereiche. Die Verlängerung der chinesischen Neujahrsferien infolge des Virusausbruches hat die Lieferkette bereits beeinträchtigt. Sollten die chinesischen Zulieferer für eine längere Zeit nicht lieferfähig sein, würde dies laut Electrolux erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. Derzeit implementiert das Unternehmen daher Kontingenzpläne, um mögliche Beeinträchtigungen einer eventuell ausgedehnten Lieferunterbrechung abzumildern.

Wie weiter aus dem Zwischenbericht hervorgeht, hat Electrolux im vierten Quartal einen Gesamtumsatz von 32,011 Mrd skr erzielt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist der Umsatz damit nahezu stabil geblieben. Der Geschäftsbereich Professional Products, den Electrolux in eine separate Gesellschaft ausgliedern und anschließend an die Börse in Stockholm bringen möchte, ist in der Umsatzangabe nicht mehr enthalten, sondern wird den nicht fortgeführten Aktivitäten zugeordnet. Bereinigt um Währungseffekte ist der Electrolux-Umsatz um 2,8 % gesunken. Den Rückgang führt das Unternehmen auf eine geringere Absatzmenge in Nordamerika zurück, die zum einen aus der Konsolidierung in der Produktion sowie aus einem schwachen Marktumfeld resultiere. Einschließlich Währungseffekten hat der Umsatz in den drei anderen Geschäftsbereichen „Europe“, „Latin America“ und „Asia-Pacific, Middle East and Africa“ jeweils zugenommen. Organisch konnten jedoch nur die Geschäftsbereiche Europe und Latin America zulegen. Die Ergebniskennzahlen des Konzerns haben sich aufgrund von Kosten im Zusammenhang mit der Konsolidierung in der nordamerikanischen Produktion sowie des dort gesunkenen Absatzes verschlechtert. Das operative Ergebnis lag mit 960 Mio skr um 43 % unter Vorjahr. Das Periodenergebnis ist um 71 % auf 366 Mio skr eingebrochen.

Im Gesamtjahr 2019 hat Electrolux mit den fortgeführten Aktivitäten ein Umsatzplus von 3 % auf 118,981 Mrd skr verzeichnet. Währungsbereinigt musste ein Rückgang von 1,3 % ausgewiesen werden. Auch im Zwölftmonatszeitraum hat der Umsatz organisch nur in Europa und Lateinamerika zugelegt, in Nordamerika und in der Region Asien-Pazifik/Naher Osten/Afrika wurden organische Umsatzrückgänge verzeichnet.

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