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Dunlopillo reagiert mit Rückrufaktion auf BASF-Mitteilung

10.10.2017 − 

Der Matratzenhersteller Dunlopillo hat eine Rückrufaktion für Produkte, die in den letzten 14 Tagen an den Handel und Endkunden ausgeliefert wurden, gestartet und die Auslieferung der betroffenen Ware unmittelbar gestoppt. Damit hat das Unternehmen auf eine Mitteilung des BASF-Konzerns über einen Zwischenfall bei der Herstellung von TDI, einem Vorprodukt für PU-Schaumstoffe, reagiert, wonach eine erhöhte Konzentration von gesundheitsschädlichen und umweltbelastenden Dichlorbenzolen festgestellt wurde. Abschließende Prüfergebnisse stehen zwar noch aus; die in einem Schnelltest festgestellten Werte bei Dunlopillo-Produkten genügen aber nach Unternehmensangaben nicht dem eigenen Qualitätsanspruch. Verbraucher und Händler können die betroffenen Matratzen zurücksenden, die Kosten trägt Dunlopillo. Ab der kommenden Woche soll die Produktion mit reinen Rohstoffen wieder starten und die Auslieferung fortgesetzt werden. Eine Dunlopillo-Service-Hotline unter +49 69 999 997 830 wurde eingerichtet.

BASF hatte Ende letzter Woche seine Kunden darüber informiert, dass das TDI-Produkt Lupranate T 80 A, das zwischen dem 25. August und 29. September in Ludwigshafen hergestellt wurde, erhöhte DCB-Konzentrationen aufweist. TDI dient als Vorprodukt bei der Schaumstoffherstellung vor allem in der Matratzen- und Auto-Industrie.

Der Fachverband Matratzen hatte in einer am 7. Oktober veröffentlichten Presseerklärung darauf hingewiesen, dass aufgrund mangelnder Informationen der Rohstofflieferanten die aktuelle Situation und der daraus resultierende wirtschaftliche Schaden für die Matratzenindustrie derzeit nicht abschätzbar sind. Der Verband versucht nun Informationen über die konkrete Belastung der Schäume mit DCB zu erhalten.

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