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Einmalkosten haben Electrolux-Ergebnisse belastet

28.10.2019 − 

Einmalkosten in Höhe von 412 Mio skr (umgerechnet rund 38 Mio €) haben die Ergebniskennzahlen des schwedischen Hausgeräteherstellers Electrolux im dritten Quartal 2019 geschmälert. Ein Einmalgewinn in Höhe von 1,403 Mrd skr aus einer Rückforderung zu viel gezahlter Steuern in Brasilien hat dabei die ursprünglich insgesamt bei 1,815 Mrd skr liegenden Einmalkosten deutlich verringert. Das operative Ergebnis hat sich demnach um ein Drittel auf 1,189 Mrd skr reduziert. Der Periodengewinn lag mit 739 Mio skr um 36 % unter dem Vorjahresniveau. Die Kosten stehen im Zusammenhang mit verschiedenen Restrukturierungsmaßnahmen (rund 1,600 Mrd skr) in der Gruppe sowie mit einem Gerichtsverfahren in den USA.

Der Gruppenumsatz konnte um 7 % auf 32,520 Mrd skr ausgebaut werden. Allerdings ist der Großteil des Wachstums auf Währungseffekte zurückzuführen; organisch lag der Zuwachs bei 1,0 %. Unter Berücksichtigung von Währungseffekten und Akquisitionen haben alle Vertriebsregionen und Geschäftsbereiche zum Umsatzanstieg beigetragen. Organisch wurde das Wachstum lediglich von den Regionen Lateinamerika und Asien-Pazifik/Naher Osten/Afrika getragen.

Auf Europa entfiel im dritten Quartal ein Umsatz von 11,036 Mrd skr (+1 %). Den organischen Rückgang von 1,8 % ausgewiesen werden führt Electrolux auf den geringeren Absatz von Produkten im Niedrigpreissegment zurück. In Nordamerika wurden 10,880 Mrd skr (+ 8 %) erwirtschaftet. Auf organischer Basis ist der Bereichsumsatz nahezu auf dem Vorjahresniveau geblieben. Hier stand ein gestiegener Absatz von Markengeräten einem erneut rückläufigen Absatz bei Private Label-Produkten gegenüber. In Lateinamerika hat Electrolux den Umsatz auf 4,613 Mrd skr (+20 %) gesteigert. Organisch lag die Steigerungsrate bei 14,2 %. In dieser Region ist vor allem der Absatz in Brasilien gestiegen. Außerdem haben sich Preiserhöhungen positiv auf den Umsatz ausgewirkt. Mit einem Umsatz von 3,801 Mrd skr (+8 %) hat sich das Geschäft in der Region Asien-Pazifik/Naher Ostern/Afrika ebenfalls positiv entwickelt. Organisch wurde ein Zuwachs von 1,5 % erzielt. Hier hat in erster Linie die Nachfrage in Australien wieder angezogen, die im zweiten Quartal nachgelassen hatte. Für den Geschäftsbereich „Professional Products“ hat Electrolux einen Umsatz von 2,190 Mrd skr und damit ein Plus von 3 % ausgewiesen. Organisch ist das Vorjahresniveau jedoch um 7,1 % verfehlt worden.

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