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Finadorm hat Zuschlag für Dunlopillo France erhalten

25.03.2020 − 

Die französische Groupe Finadorm darf die Matratzenmarke „Dunlopillo“ und deren übergeordnete Gesellschaft Paris Bedding in Frankreich übernehmen. Das geht aus einschlägigen französischen Medienberichten hervor. Das Unternehmen galt bereits vor dem am 23. März vom Handelsgericht (Tribunal de Commerce) in Paris erhaltenen Zuschlag als Übernahmefavorit. Die Dunlopillo-Markenrechte im französischen Markt lagen bislang bei der Adova Group, der Holdinggesellschaft von Paris Bedding. Paris Bedding befindet sich seit Mitte Dezember 2019 im Insolvenzverfahren. Finadorm will 90 der insgesamt 172 Dunlopillo-Arbeitsplätze erhalten, 17 Mitarbeiter sollen bei der Adova Group weiterbeschäftigt werden. Für 22 Dunlopillo-Beschäftigte wurden vorzeitige Ruhestandsregelungen getroffen. Von den zwei Produktionsstandorten soll das Werk in Limay fortgeführt werden. Die Fabrik in Mantes-la-Jolie sei dagegen veraltet und wird voraussichtlich aufgegeben.

Die Groupe Finadorm ist über insgesamt neun Tochtergesellschaften in den vier Geschäftsbereichen Bettwaren, Ausstattung von Kindereinrichtungen und Kliniken, Bau von Lodges und mobilen Häusern sowie im Holzbau tätig. Im Bereich Bettwaren gehören der Hersteller von Matratzen, Unterfederungen und Kopfteilen Socofal-Technilat und der Matratzen- und Bettwarenproduzent aus Naturmaterialien Biotex zur Gruppe.

Neben Finadorm hatte unter anderem auch Emma-The Sleep Company aus Frankfurt/Main Ende Dezember ein Übernahmeangebot für Dunlopillo France eingereicht, konnte sich gegen Finadorm allerdings nicht durchsetzen. Emma verfügt seit Ende 2016 über die Dunlopillo-Markenrechte in Deutschland, Österreich und Osteuropa. Die Rechte hatte Emma damals im Zuge des Insolvenzverfahrens der Adova-Vorgängergesellschaft Groupe Cauval erworben.

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