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Metall-Zug: Umsatzminus im Bereich Haushaltsapparate

12.04.2018 − 

Der Geschäftsbereich „Haushaltsapparate“ der Schweizer Metall-Zug Gruppe, der die Hausgerätehersteller V-Zug, Sibir und Gehrig umfasst, musste im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatzrückgang von 2 % auf 587,4 Mio sfr hinnehmen. Auch das EBIT hat im vergangenen Jahr nachgegeben. Mit einem Minus von 14,8 % auf 65,4 Mio sfr ist der Rückgang hier allerdings deutlich höher ausgefallen. Neben dem geringeren Umsatz haben im vergangenen Jahr unter anderem Aufwendungen im Zusammenhang mit der strategischen Erneuerung des V-Zug-Produktionsstandorts am Hauptsitz in Zug die Profitabilität des Geschäftsbereichs beeinträchtigt.

So wurde 2017 ein neues Produktions-, Montage- und Entwicklungsgebäude in Zug vollständig bezogen. Außerdem hat V-Zug im Juni ein Baugesuch für eine weitere Produktionshalle eingereicht. Die Baubewilligung hat das Unternehmen im vierten Quartal erhalten; der Spatenstich ist bereits erfolgt. Für den Neubau wurden Produktionsprozesse und Materialflüsse neu organisiert und bestehende Hallen zurückgebaut. Der nächste Ausbauschritt wird rund zwei Jahre dauern. In einem weiteren Schritt sind auf dem Areal in Zug mittelfristig weitere zusätzliche Gebäude geplant. Die Genehmigungen hierfür stehen allerdings noch aus. Mit den Erweiterungsmaßnahmen sollen die Produktionskapazität erhöht, die Fertigung flexibilisiert und neue Anlagen zur Oberflächenveredelung der Pressteile installiert werden.

Die vorwiegend in der Schweiz produzierende V-Zug konnte ihre Position im Heimatmarkt im vergangenen Jahr trotz eines leichten Umsatzrückgangs verbessern. Hohes Wachstum resultierte hingegen aus dem selektiven Ausbau des Eigenmarkengeschäfts im Ausland. Besonders positiv haben sich die Aktivitäten in China und Hongkong entwickelt, wo die Umsatzerlöse verdoppelt werden konnten. Deutliche Umsatzsteigerungen wurden unter anderem auch in Australien und Deutschland erzielt. Der Umsatz mit dem OEM-Partner in den USA ist dagegen hinter dem Vorjahresniveau zurückgeblieben. Das Unternehmen führt dies auf Sonderfaktoren sowie hohe Vergleichswerte zurück.

Der Umsatz der Metall-Zug Gruppe insgesamt ist 2017 mit 959,2 Mio sfr nahezu auf dem Vorjahresniveau stabil geblieben. Das EBIT ist um 43,7 % auf 53,0 Mio sfr gesunken.

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